Kantinengespräch #11: Alexander Khuon, DT-Ensemblemitglied
Shownotes
Zwei Spielzeiten war er in Elternzeit, seit 2025/26 ist er wieder zurück: Alexander Khuon kommt nicht nur aus einer Theaterfamilie (u. a. ist sein Vater der ehemalige DT-Intendant Ulrich Khuon), er ist dem Deutschen Theater auch schon seit über 20 Jahren als Ensemblemitglied eng verbunden. Und das – so erzählt er in dieser Podcastfolge – obwohl er am Anfang seiner DT-Karriere einem bedeutenden Schauspielkollegen fast dessen angestammten Sitzplatz in der Kantine geklaut hätte.
Seither haben sich nicht nur Theatergepflogenheiten gewandelt, sondern auch gesellschaftliche Rollenbilder für Männer, die Väter werden: Dass Intendantin Iris Laufenberg ihn ohne Anstalten in die Babypause entließ, empfindet Alexander Khuon nicht als Selbstverständlichkeit. Im Deep-Talk mit Abak Safaei-Rad und Julischka Eichel erzählt er, mit welcher Filmvorlage er seine ersten Spielversuche im elterlichen Wohnzimmer machte, wie ihn ein Schulwechsel zum Verstummen brachte und wie man sich von einem Vater emanzipiert, dessen Lebensmission das Theater ist.
Moderation: Julischka Eichel und Abak Safaei-Rad Schnitt: Deutsches Theater Berlin Musik: Sven Michelson Foto: Joachim Gern Redaktion: Deutsches Theater Berlin
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00:00:02: Kantingespräche mit Abak Safererath und Julischke
00:00:05: Eichel.
00:00:27: Herzlich willkommen zu Kantingesprüche, wir sind Julishke Eichele... ...und Abak-Safererat!
00:00:32: Und unser Gast heute ist
00:00:34: Alexander Kuhren.
00:00:36: Herzlich Willkommen Alex.
00:00:38: Hallo
00:00:39: Ich freue mich sehr dass du da bist.
00:00:41: Wir haben uns gerade erst kennengelernt in The Spirit and the Dusk von Anna Bergmann Und unsere erste Frage ist natürlich was hast Du dir aus der Kantine mitgebracht?
00:00:50: Ein Kaffee.
00:00:51: Einen Kaffe?
00:00:52: Genau, das trinke ich da immer.
00:00:54: Holst du dir immer Kaffees aus der Kantine?
00:00:57: Ja, eigentlich schon!
00:00:58: Kaffes ist mein täglicher Begleiter.
00:01:00: Und Essen?
00:01:01: Ist du da auch?
00:01:02: Ich esse da auch häufig.
00:01:03: Ja, morgens gerne so halbe Brötchen, die es da gibt... ...die sich eigentlich auch glaube ich in den letzten fünfzehn- zwanzig Jahren nicht grundlegend verändert haben.
00:01:10: Das ist aber auch nicht schlimmer, braucht ja seine Stabilität in Abläufen und da ist manchmal Ruherei drauf
00:01:18: Lecker, lecker.
00:01:19: Hast du gerade gesagt, fünf und zwanzig Jahre?
00:01:21: Das wäre nämlich meine Frage gewesen!
00:01:23: Wie lange bist Du am DT?
00:01:24: Seit zwei tausendvier... ...zweiundzwanzig
00:01:27: jahre.
00:01:27: Und bist Du damit aus dem Ensemble am längsten
00:01:30: mit Uli zusammen?
00:01:31: Wir sind gleichzeitig gekommen.
00:01:33: Ihr seid gleichzeitig
00:01:33: gekommen?!
00:01:34: Ja wir sind nicht ein Jahrgang aber fast und wir sind aber zur gleichen Zeit als DT gekommen.
00:01:42: Du hast mir mal während der Probe eine Superkantinengeschichte erzählt wie du da an ein Tisch dich setzen wolltest und dann nicht so gern gesehen warst, oder?
00:01:54: Das stimmt.
00:01:56: Du warst ja kein Anfänger ... Aber du warst relativ jung und hast sich wohl an einen Tisch gesetzt der für dich noch nicht
00:02:02: ... Genau!
00:02:03: Es gab so'n Haupttisch eigentlich.
00:02:05: das war auch so halb ironisch gemeint natürlich aber neuer.
00:02:07: Da ist immer so'en Funken mit dran wo man sagt einfach die Blicke kam.
00:02:10: was macht denn er jetzt?
00:02:11: Und ich sag's hab mich auf den falschen Platz gesetzt.
00:02:15: Es gab quasi einen Stammplatz von einem sehr geschätzten Kollegen, ein ganz tolles Schauspieler.
00:02:20: Und ich wusste das aber nicht.
00:02:21: natürlich.
00:02:21: es gibt ja dann diese ganzen Regeln im Theater und nicht Pfeifen, kein Hut auf der Bühne
00:02:25: usw.,
00:02:25: die wurden damals noch extrem ernst genommen.
00:02:28: also da habe ich richtig Ärger bekommen auch so als Kind damals noch wenn ich mal pfeifend gut gelaunt, gab's richtig Einläufe von Schauspilern vor allen Dingen natürlich und dieser besagte Kollege hatte seinen Stamm Platz in der Kantine und hat da immer Kniffel gespielt, sein Käffchen getrunken.
00:02:45: Da hab ich mich hingesetzt ganz naiv und dachte halt war alles frei und hab da mal irgendwas getrunke, Kaffee wahrscheinlich... Und dann kam man und hat sich nur so neben mich gestellt und ich habe es nicht geschneit natürlich erst einmal und er war auch sehr sympathisch und stand dann einfach die ganze Zeit dazu gelächeln.
00:02:58: Er sagte sitz du gut?
00:02:59: Ich sag ja!
00:03:01: Okay.
00:03:01: und irgendwann kam dann ganz aufgeregt irgendjemand von der Seite sagt das sitzt er sowieso immer.
00:03:06: Ich sag so, Entschuldigung.
00:03:07: Dann hat er sich mit einem Lächeln hingesetzt und dachte, das würde ich später anders machen.
00:03:14: Jetzt sitze ich auch auf dem Platz und schicke die jungen Kollegen weg!
00:03:17: Nee natürlich nicht... Das
00:03:20: gibt es gar nicht mehr oder?
00:03:21: Du hast ja wirklich das alte DT kennengelernt und ich glaube, ich weiß gar nicht ob's das an anderen Häusern noch gibt aber ich hab das Gefühl, dass ein bisschen ausgestorben ist mittlerweile diese Art von ... da sein als Spielerspielerin, oder?
00:03:37: Es gibt ja auch nicht mehr den Tisch.
00:03:39: Am Gorgie gab es immer noch ... Es wurde doch Sachen so tischereserviert.
00:03:43: Immer wenn man gespielt hat und dann konnte man sich dahin setzen.
00:03:46: Aber das ist, wenn Kantine offen ist für
00:03:49: Publikum.
00:03:50: Und wir haben hier die Bar.
00:03:51: Wir sind gar nicht mehr in der Kantine.
00:03:53: Genau.
00:03:54: Ja aber da hat sich schon was von dem Habitus geändert, dass man nicht mehr ganz mit diesem ... Ich finde, ich hoffe zumindest auch in der Hierarchie doch größeren Häusern.
00:04:05: Aber auch an Mittlerinnen, wenn ich mit Kollegen spreche und Kolleginnen einen schönen Eindruck habe, dass es das nicht mehr so gibt, dass man damit zum Nimbus reinkommt und sagt jetzt kommt der her sowieso oder die Frau sowieso.
00:04:15: Die Kamerschauspielerin intern auch und jetzt muss man aber ganz schnell den Knicks machen oder so.
00:04:22: Man begegnet sich halt grundsätzlich hoffentlich mit Respekt.
00:04:26: Ich meine, gerade vom DT gab es eigentlich super schreckliche Geschichten früher.
00:04:31: Ja ich bin immer mal wieder Kollegin begegnet die am DT waren und dann auch da zum Teil gescheitert sind sozusagen an dem Konkurrenzdruck oder wie soll ich es beschreiben?
00:04:43: Also so eine bestimmte Art von Ellbogen da sein auf der Bühne gegen das man sich behaupten musste um überhaupt zu bestehen gegen die großen Darstellerinnen und Darstellern.
00:04:53: Hast du das auch noch so erlebt?
00:04:57: Also es gab schon Hierarchien, würde ich sagen.
00:05:00: Ich glaube auch dieser ganze Prozess mit und nach der Wende war ja noch in Gange.
00:05:05: Das waren gerade mal zehn, zwölf Jahre hier irgendwie so... Und die großen Namen aus DDR-Zeiten Gutsohn, Grashof
00:05:15: usw.,
00:05:15: da waren ja noch ein voller Blüte!
00:05:18: standen da ja noch.
00:05:20: Und quasi diese Wiedervereinigung, die dieses Haus live mit vollzogen hat auf der Bühne und hinter der Bähne und neben der Böhne, hat da auch stattgefunden, finde ich.
00:05:30: Natürlich haben sich oftmals sehr starke Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Ost-Westbiografien getroffen.
00:05:37: Da prallte natürlich mehr aufeinander als vielleicht an anderen Häusern.
00:05:43: Das ist aber eigentlich interessant oder?
00:05:45: Das hast du ja auch mitbekommen!
00:05:49: oder war es, weiß wo man so als junger Mensch jetzt?
00:05:52: Also ich fand's total interessant erst mal eigentlich alles.
00:05:54: Ich fand's eigentlich immer spannend weil ich muss sagen mit mir wurde nicht direkt richtig blöd umgegangen.
00:06:01: also ich hatte nicht das Gefühl dass ich jetzt abgesehen von solchen Momenten die einem unangenehm sind, die jetzt keine Wünsche irgendwie aber kein Drama sind sondern man denkt okay so läuft das.
00:06:09: hier sind die Spielregeln eher und dann guckt man ja auch mit so einem Jugend da drauf oder mit so einer, ja da gängst du das so okay ja das laden
00:06:16: Aber das heißt, Sie haben dich auch von Anfang an respektiert eigentlich.
00:06:20: Und dann schon ... Das hat ja meistens was damit zu tun, ob sie denken die Leute du kannst was
00:06:27: und... Also ich hatte großes Glück dass ich halt mit einer guten Produktion gestartet bin.
00:06:31: Ich bin mit Werder Angst vor Virginia Wulf.
00:06:33: Es war ja meine erste Arbeit hier Und es war dann gleich beim Theater.
00:06:36: Seid ihr ganz kurz leise?
00:06:40: Irgendwas rauscht hier.
00:06:50: Hm
00:06:51: Ich würde nur so'n Okay Es rauscht manchmal was im Mikrofon, deswegen habe ich gedacht später haben wir so ein Stör geräuscht die ganze Zeit drauf.
00:07:01: So eine Stelle müsste man jetzt eigentlich rausschneiden aber das ist doch schön wenn es einfach einen Moment Stille gibt.
00:07:09: Kann man mal nachdenken über das was man so gesagt
00:07:11: hat.
00:07:12: Genau nochmal zurück mit der schönen Produktion mit der du begonnen
00:07:16: hast.
00:07:16: Das war eine sehr aufregende und auch sehr fordernde Produktionen gerade als Als junger Schauspieler noch so der zwei, drei Jahre auf der Bühne stand.
00:07:23: Ich kam ja aus Köln und hab da schon zwar prominent gespielt aber war ein totaler Anfänger trotzdem.
00:07:29: Ich
00:07:29: glaube ich habe dich gesehen als Hamlet.
00:07:30: Kann das sein?
00:07:32: Hast du gesehen?
00:07:33: Ja.
00:07:34: Ich bin Kölnerin!
00:07:35: Und alle paar Jahre bin ich dann auch mal da und ich war genau, ich war da und war im
00:07:40: Theater.
00:07:41: Das habe ich da gespielt am Schluss dann In meiner Zeit in Köln und dann bin ich nach Berlin.
00:07:46: Und hab mit Gosch eben, Korinna Harfhoch und Uli Mattes und der Katharina Schmalenberg ... Wer hat Angst vor Virginia Wolff gemacht?
00:07:56: Das war eine sehr ... ja, noch erfolgreiche Produktion!
00:07:59: Da sind wir viel auf Gas spiel gewesen und beim Theater treffen und Inszenierung des Jahres.
00:08:03: Alles nagelt mich nicht fest.
00:08:05: Auf jeden Fall war das so ne Art, wo man natürlich erst mal wie jetzt an einem Theater kommt Fünf Fragezeichen stehen, ist der in der Lage hier?
00:08:18: Weil natürlich war das ein Heiligtum.
00:08:20: Das muss man schon sagen!
00:08:22: Das Deutsche Theater war heiliger Boden so...
00:08:25: Und war es für dich auch von Köln aus gesehen?
00:08:27: Du hast ja eigentlich eine Westbiografie.
00:08:29: Hat das deutsche Theater für dich als du auf der Schauspielschule warst und angefangen hast Theater zu spielen hatte dass diesen Stellenwert?
00:08:37: Ja
00:08:38: ich habe einen Leipzig studiert Also auch im Osten studiert und war in Dresden dann im Studio.
00:08:43: Das war im Rahmen der Ausbildung, da kam man immer an so einen Theater und hat dann in so einem Studioprinzip schon kleine Rollen gespielt.
00:08:49: Das ist
00:08:50: ja heute noch so?
00:08:50: Genau!
00:08:51: Das ist auch ein Superprinzip finde ich weil du gleich irgendwie nach zwei Jahren intensiver Ausbildung an der Schule eigentlich mit so einer Theater-Realität konfrontiert wirst.
00:08:58: das war eigentlich ganz toll.
00:08:59: es war eine total tolle Zeit auch damals dort Und deswegen habe ich natürlich relativ früh mit neunzehn kam ich an die Schauspielschule schon diesen Ost Osteindrücke sammeln können und auch mit Ostbiografien, Leuten gesprochen die die Biographie da hatten unterschiedlichen Alters.
00:09:17: Und unterschiedliche Haltung auch dazu.
00:09:18: Also mich hat das schon immer interessiert.
00:09:20: Ich war da auch sehr glücklich dass ich da war und finde es bis heute eigentlich sehr aufschlussreich über unsere gesamtdeutsche Identität und auch über die ganzen Bewegungen, die sich gerade so vollziehen und was da vielleicht versäumt wurde.
00:09:32: So mit schweifig ab ne?
00:09:34: Aber zurück zum... Ja
00:09:35: aber ich verstehe das total!
00:09:36: Ich habe auch das Gefühl dass ich zum Beispiel neunundneunzig nach Kassel gegangen bin mit Armin Petras und sehr viele Schauspielerinnen aus Leipzig, aus Chemnitz mit kamen.
00:09:50: Wir sind ja alle Wessis!
00:09:53: Und hab auch die DDR nicht bereist in der Zeit als es noch die DDR war und hatte dann sozusagen nach des Studiums plötzlich so einen krassen Kontakt eigentlich dadurch überhaupt über den Osten etwas zu erfahren und zu verstehen.
00:10:13: Bei mir war es Ostschule, dann war es Osteater Gorky Theater was ja voll war mit Aussies sozusagen Und da wurde ich ... also in der Schule hatte ich eigentlich überhaupt nicht die DDR.
00:10:24: Es hörte bei mir immer französische Revolution auf Dann kam irgendwie noch ein bisschen der Krieg und dann war's wieder... Man hat das auch einfach nicht so gesprochen?
00:10:33: Ne, null!
00:10:34: Ich hab das Gefühl, ich habe eigentlich durch diese Arbeit, durch diese Assemblerfahrung überhaupt ein Wissen über das Leben und das Sein in der DDR.
00:10:46: Ja,
00:10:47: vor allen Dingen konkretes.
00:10:48: Genau!
00:10:49: Das ist halt eine Begegnung immer durch Menschen.
00:10:50: deswegen ist es ja auch mein Credo immer wenn du ein Problem hast dann brauchst du eigentlich immer den konkreten Anlass und das Konkrete gegenüber weil das sonst oft so allgemein wird.
00:10:59: Das fängt schon mit einer E-Mail in der Kommunikation an oder sich eine SMS schreibt.
00:11:04: Da ist schon wieder so viel Raum für Missverständnisse.
00:11:06: Und ich finde, dass das auch nach wie vor eigentlich, wenn man den großen Bogen schlägt ... Das Dilemma, dass man halt nur über die Begegnungen, über die Auseinandersetzung miteinander zusammenkommen kann und auch missverständlich ausräumt oder bespricht.
00:11:20: Die bleiben dann ja vielleicht auch.
00:11:21: aber in so einem Prozess kommt des Miteinanders und nicht des Gegeneinanders.
00:11:27: Und das fand ich schon relativ früh... Ich hatte ja keine andere ... Ich hatte ja keine anderen Eindrücke, ich habe nur diesen Weg, den ich jetzt da mit dieser Bayost-Achse beschritten.
00:11:40: Aber ich fand das eigentlich immer toll!
00:11:42: Mir hat es auch in Dresden irregut gefallen und war dann eine neue Stadt.
00:11:46: Das Theater fand ich toll.
00:11:47: Und ich fand diese Geschichten, die da erzählt haben ... Weil sie unterschiedlich alt waren und so unterschiedlich konturiert waren oder unterschiedliche Standpunkte zu ihrer Biografie hatten natürlich und zur DDR.
00:12:01: Und ich fand das eigentlich immer sehr, sehr aufregend.
00:12:03: Deswegen war für mich auch ... Und dann natürlich hab ich immer gehört, deutsche Theater ist deutsch-deater.
00:12:08: Ich war da auch mal als Kind.
00:12:11: Wie alt warst du da?
00:12:12: Da war ich relativ jung, da war ich vielleicht zu dreizehn oder so.
00:12:15: Da sind wir mal nach Berlin gefahren.
00:12:16: Dann hab ich glaub ich ... Vielleicht war ich ein bisschen älter.
00:12:20: Da haben wir Don Carlos geguckt!
00:12:22: Ich glaube Langhoff hat das inszeniert.
00:12:25: Das mochte ich auch.
00:12:26: Das hat mir irgendwie gut gefallen und danach sind wir in den Kartoffelkeller gegangen.
00:12:30: Auf dem Weg zur S-Bahn, da gab's ja diesen Kartoffeln.
00:12:32: Ich glaub dir
00:12:33: gibt es immer noch.
00:12:34: Und das war für mich diese Berlinerfahrung damals.
00:12:37: Und dass ist erst mal so als Kind zu hängen geblieben.
00:12:39: und dann der Kartoffelteller vor allen Dingen.
00:12:42: Und natürlich nein, das war auch ein toller Abend.
00:12:44: also wie man das halt als Kind so wahrnimmt... Naja
00:12:46: ich finde schon bemerkenswert mit dreizehn Don Carlos gutzufinden?
00:12:50: Aber gut, du bist ja auch sehr geprägt durch Theater.
00:12:54: Wir müssen noch einen kleinen Schwenk machen.
00:12:55: Wir haben ja gar nichts über deine Biografie gesagt.
00:12:58: Also für die dreinhalb Menschen, die dich nicht kennen, müssen wir dich ja noch mal kurz vorstellen.
00:13:05: Ich sage mal vorweg, du kommst aus einer berühmten Theaterfamilie und wir traditionell lesen von unseren Spielenden Gästen, immer erst mal die Vita von unserer Homepage vor.
00:13:20: Da halten wir auch dran Gäste?
00:13:21: Das mache ich jetzt
00:13:22: auch!
00:13:24: Und ich muss sagen da steht aber gar nicht so viel.
00:13:26: du musst uns dann alles noch einmal erzählen.
00:13:28: Also Alexander Kuhren wurde in Freiburg geboren.
00:13:32: Seine Ausbildung erhebt er von neunundneinzig bis zweitausendeins an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Batoldi in Leipzig.
00:13:39: Bereits im Rahmen des Studiums spielte er am Start Schauspiel Dresden und ab zwei tausendzwei am Schaus Spiel Köln.
00:13:45: Er debütierte in Wer hat Angst vor Virginia Woolf, Regie Jürgen-Gosch und arbeitete mit Regisseuren wie Michael Talheimer, Nikolas Stehmann, Christian Petzoldt und Stefan Kemich.
00:13:54: Seit der Spielzeit im Jahr ist Alexander Kuhr'n Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin.
00:14:02: So jetzt überspringe ich das mal die ganzen Stücke... ...zweitausend elf?
00:14:08: Die kann dann jeder für sich nochmal nachlesen!
00:14:10: Wurde Alexander Kuhren für seine Leistung in der Rolle des Schriftstellers Trigorien, in die Möwe mit dem Gertrot-Eiseut-Ring gewürdigt?
00:14:18: Das wusste ich zum Beispiel nicht.
00:14:19: Hast du den noch?
00:14:19: Nein!
00:14:19: Der wird immer weitergegeben oder?
00:14:21: Nee das ist ein anderer Ring... Den behält man doch wohl.
00:14:23: Den behälten wir mal.
00:14:24: Ach
00:14:24: wirklich lebenslang?
00:14:25: Lebenslange?
00:14:27: Ja, dieser wird immer neu gemacht.
00:14:28: Ach so!
00:14:29: Nein nein und wenn du bevor du stirbst gibst zu den Ringweiter auch einen anderen.
00:14:33: Das ist der andere.
00:14:34: Das
00:14:34: is der aus München an.
00:14:35: dieser Den hat jetzt, glaub ich der Jens
00:14:38: Haar zwar.
00:14:38: Hat er genau.
00:14:39: Eflant-Ring.
00:14:41: Bruno
00:14:41: Gans und jetzt ...
00:14:42: Wie?
00:14:43: Und den Eiseldring, den behältst du?
00:14:45: Der wird immer angefertigt und kriegt jedes Jahr ...
00:14:47: Das sieht wie das Bundesverdienstkreuz!
00:14:51: Der ist ein Ring und dann sind da so Plättchen drauf.
00:14:53: So, das sind mehrere ganz dünne... Also ja.
00:14:58: Ist der sehr viel wert?
00:15:00: Das hab' ich keine Ahnung echt
00:15:01: gesagt.
00:15:03: Vielleicht.
00:15:05: Hast Du noch mehr Preise bekommen?
00:15:08: Weil jetzt steht diese eine dort.
00:15:09: Hast du noch, weiß ich nicht mal ... einen Bären-Delola?
00:15:15: Nein!
00:15:16: Aber sehr schön.
00:15:17: und genau jetzt wollen wir mal, möchte ich mal den Bogen zurück in deine Kindheit eben schlagen geboren in Freiburg.
00:15:24: Du hast eine Schwester Und wie lange seid ihr dann in Freiberg geblieben?
00:15:30: Also ich war nur ganz kurz das kann ich ja schnell ab.
00:15:33: Ich bin geboren freiburg da haben meine Eltern noch studiert Und dann sind die aber schon umgezogen, da war ich eigentlich noch Baby.
00:15:40: Also meine Schwester ist nämlich dies ein Dreivierteljahre älter als ich, also knapp zwei ... junger als ich?
00:15:45: Knapp zwei Jahre und die ist schon konstanzgeboren.
00:15:48: Ich bin da eigentlich nur geboren.
00:15:50: Meine Mutter hat ihre Referentariat gemacht, diese Lehrerin und dann sind wir nach Konstanz umgezogen weil mein Vater dann da Schiffdramaturg wurde.
00:15:57: Und dann bin ich in Konstanz zur Kindergarten gegangen, zur Schule gegangen.
00:16:00: Ins Gymnasium gegangen und dann sind wir umgezogen, dreiundneunzig da war ich dann vierzehn nach Hannover.
00:16:06: Aber so lange seid ihr in Konstans geleben?
00:16:08: Das ist ja schon eine stabile Kindheit würde ich mal sagen im Theaterkreisen.
00:16:12: Deine Mutter hat als Lehrerin auch gearbeitet die ganze Zeit?
00:16:15: Nee, die hat am Anfang nicht als Lehrin gearbeitet.
00:16:18: erst Da war ich schon älter, da war vielleicht zu zehn.
00:16:21: Also sie war richtig Zuhause.
00:16:22: dann erstmal
00:16:24: Klassisch, damals.
00:16:24: Wie oft in unserer Generation.
00:16:27: Ja vor allen Dingen wenn einer halt so quasi das zu seiner Lebensmission macht, das Theater.
00:16:32: also wenn einer seinen Beruf so exzessiv verfolgt... Er war
00:16:34: der Vater ist der Intendant Ulrich Kuhren und er war dort Chefdramatur.
00:16:38: Der
00:16:38: war Chefdrama-Tour und ist dann dort Intendante geworden auch.
00:16:41: In Konstanz?
00:16:42: In Konstanz dann.
00:16:43: Ach das
00:16:44: ging!
00:16:44: Das wird ganz selten gemacht, aber in dem Fall...
00:16:47: Also amselben Theater vom Chef-Tramatogen zum Enttischenden.
00:16:51: Es gab eine Ausschreibung und dann hat er... Genau!
00:16:56: Und dann... Wir haben jetzt gerade ein halb bisschen Witz gemacht, denn erzählen wir aber nicht.
00:17:04: Aber ich muss das erklären für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:17:07: Juli Schgalacht, weil sie an etwas gedacht hatte?
00:17:09: Ich weiß auch an was.
00:17:11: Das ist dann aber für Off the Record.
00:17:13: Also und dann seid ihr von Konstanz nach Hannover.
00:17:17: Da warst du vierzehn, wann war das?
00:17:19: Weil ich war ja ... Ich hab in Hannover studiert!
00:17:21: Ah, dreiundneunzig.
00:17:23: Ja, da hast du noch studiert glaub
00:17:24: ich.
00:17:24: Nein nein, ich habe ... ich liebe
00:17:25: es zwei tausend.
00:17:26: Ich hab fünfundneinzig angefangen.
00:17:27: I know.
00:17:28: Du, no.
00:17:29: Ich kann nicht sprechen.
00:17:30: Was?!
00:17:31: Ja als Studentin
00:17:33: bei einem Vorspiel.
00:17:34: Ach wirklich?
00:17:36: Ach, das ist ja cool.
00:17:36: Wie fandest du es?
00:17:37: Gut!
00:17:38: Ich war natürlich totaler Tän.
00:17:39: Das musst du jetzt sagen,
00:17:40: oder?!
00:17:40: Nein nein nein, ich war da total... Wieso sind
00:17:42: Sie doch nicht erinnert?
00:17:43: Ja eben.
00:17:44: Aber ich kann mich nämlich an deine Schwester erinnern weil sie Statisterie gemacht hat in irgendeinem Stück und genau, ich weiß aber nicht mehr welches das war.
00:17:56: Ich glaube auch wenn sie ja jünger ist als Du und Du bist ein bisschen jüngerer als ich, war sie da glaub' ich noch ein Kind Und deswegen habe ich mit ihr das, obwohl man nicht weit auseinander ist.
00:18:04: Also deine Schwester für unsere Zuhörerschaft Norakur und mittlerweile auch sehr erfolgreich in dieser Branche.
00:18:11: Chef-Tramaturgen am Hamburger Talier Theater.
00:18:16: Immer wenn ich sie treffe was so alle sieben Jahre mal passiert im Theater zusammenhängen und man sich ja eben so kennt vom Sehen dann ist es für mich noch so verrückt weil Sie Für mich das Kind von dem... Also, dass sie jetzt Chefdramaturgin ist und so.
00:18:30: Weil es ist ja nur Rakuon die ich von der Bühne als Kind kenne sozusagen!
00:18:34: Das ist sehr lustig.
00:18:35: Ja.
00:18:36: Aber sind wir wahrscheinlich auch gar nicht soweit?
00:18:38: Nee, das
00:18:38: war ja damals dann immer nur so.
00:18:40: Ich hab mit einundzwanzig
00:18:40: angrenzt.
00:18:42: Genau, dann sind das Welten.
00:18:46: Und wie lange warst du dann in Hannover, bist du angefangen
00:18:48: zu studieren?
00:18:48: Genau.
00:18:49: Ich hab da noch Abitur gemacht und auch mein Zivildienst.
00:18:52: Dann bin ich nach Leipzig gegangen.
00:18:55: Das war dann, glaube ich, neunundneinzig oder zweitausend.
00:18:57: Neunundnenzig!
00:18:58: Was mich ja total interessiert ist... Du bist also auf eine Art im Theater groß geworden.
00:19:04: Also hast eben schon mit dreizehn Don Carlos gesehen ... und dann später ein Studium in Hannova.
00:19:08: Hast du das Gefühl dass du jene andere Chance hattest was anderes zu machen als die
00:19:12: andere?
00:19:12: Hast du genug
00:19:13: anderer Einflüsse bekommen?
00:19:14: Ja Warum wolltest du deinen Schauspieler
00:19:16: hin?
00:19:17: Es wollte ich gar nicht so unbedingt, um das jetzt mal gleich... Also es war ja jetzt gar nicht.
00:19:22: Ich wollte schon immer sehr interessiert, aber ich hatte immer das Gefühl, dass es auch ganz viele andere Sachen gibt, die mich eigentlich extrem interessiert hätten.
00:19:28: Was
00:19:29: denn zum Beispiel?
00:19:30: Also ich wollte es auch nicht so weit weg, aber Journalismus hat mich total interessiert oder überhaupt schreiben hat mich immer sehr Interessiert.
00:19:37: Aber mich haben eigentlich viele Sachen interessiert.
00:19:39: also wirklich Ich war da auch wirklich abwege, also für meine Biografie jetzt.
00:19:44: Ich wollte auch schreiner werden bei meinen Opa-Wahlen.
00:19:45: Ich schrei na und... Also mich haben ganz viele Lehrer hat mich auch nur sehr durch meine Mutter und unseren quasi mein Patenonkel.
00:19:54: das hat mir immer total Spaß gemacht weil der so mit Herz und Seele diesen Beruf gemacht hat und ich das so sinnfällig damals schon als Kind immer fand dachte wenn man so das so gerne macht mit diesen Kindern, dass das so ein elementarer Beruf ist.
00:20:07: Und dann so viele Hürse bespieße ich und das habe ich nie so erlebt weil ich auch diesen Stefan, so heißt mein Partner Onkel ganz alter Schulfreund von meinem Vater.
00:20:15: die sind zusammen zur Schule gegangen lustigerweise in Konstanz auch wo mein Vater ja auch als Kind groß geworden ist.
00:20:20: also das war irgendwie so ein lustiger Bogen der sich der Schloss und er war ein ganz begnadeter Lehrer bis heute der es auch in Rente unterrichtet aber immer noch.
00:20:29: Und das hat mich eigentlich mindestens genauso interessiert, dass ich dachte.
00:20:32: Das wäre total eine Option für mich, weil ich auch total Lust hatte was zu lehren so etwas bei oder mit Kindern Zeit zu verbringen.
00:20:40: Ich mochte auch Kinder schon immer total gern war auch immer gerne Babysitter schon von allen möglichen Altersgruppen und das fand ich eigentlich auch mal sehr interessant.
00:20:47: Du hast als Babysetter gearbeitet?
00:20:48: Ja ja,
00:20:48: schon ganz früh.
00:20:50: Wie alt warst du da?
00:20:51: Auch so dreizehn ging es los zwölf dreizehn hab ich mittags angefangen aufzupassen habe die ganze zeit in Hannover eigentlich gemacht Und sehr gerne.
00:20:58: Also unter auch Kleinkinder, Neugeborenes bis quasi bis sieben, acht Jahre alt, neun Jahre alt vom Hort abgeholt und so.
00:21:07: Das hab ich immer sehr gerne gemacht.
00:21:09: Deswegen war das eine Option.
00:21:10: Dann war aber dieses Theater-Ding ... Oder dieser Schauspielerjob oder Berufung war es schon auch?
00:21:17: Ich hab wahnsinnig viel Theater geguckt nicht so viel wie meine Schwester.
00:21:20: Aber seid ihr viel mit ins Theater genommen worden?
00:21:24: War das schon so, dass ihr da auch ... immer wart und früh Sachen gesehen habt, ob ihr wolltet oder nicht?
00:21:29: Weil es einfach sozusagen auf dem Tagesplan stand.
00:21:32: Nee das
00:21:32: nicht, was sei Dank!
00:21:33: Heute
00:21:33: ist die und die Premiere und ihr kommt mit.
00:21:36: Irgendwann war das immer eine totale Option weil mein Vater ja quasi immer im Theater war also auch Sonntags der ist immer ins Theater gefahren.
00:21:45: da gab's dann immer die Martinee morgens in Hannover und da bin ich dann irgendwann nicht mehr mit.
00:21:49: als ich in der Pubertät war dachte ich so ne ganz gute Intuition.
00:21:53: jetzt wirds ein bisschen viel glaube ich hier diese dieses Leben, was man so nur aufs Theater ausrichtet.
00:21:59: Hab ich gemerkt das ist so das Leben im Leben, aber es ist ja da auch so.
00:22:03: Das Theater simuliert ja auch ein bisschen wie eine kleine Welt und eine kleine Stadt, so einen Theater.
00:22:11: Da wurde mir dann zu viel und da hab' ich ganz andere Sachen gemacht mit Freunden abgehangen usw.
00:22:15: Aber ich bin immer gerne ins Theater gegangen weil es doch keine Pflicht war.
00:22:19: Es war nie Pflicht, sondern wenn du Lust hast, komm mit!
00:22:22: Und weil meine Mutter auch ganz toll eigentlich immer uns eine Gegenwelt aufengehalten hat und gesagt, ich bin da.
00:22:27: Auch als Kind oder so.
00:22:28: Also wir mussten nicht im Theater jetzt irgendwie auf der Probe rum sitzen und sind da irgendwie eingepennt unter der Bank, was soll man dann später so romantisiert?
00:22:35: Das gab's nie!
00:22:35: Sondern es war immer freiwillig eigentlich.
00:22:39: Aber je älter ich wurde, desto mehr wurden natürlich ... das hat mich schon brennend interessiert.
00:22:43: also die Stücke, die verhandelt wurden Dann die Schauspielschüler, die da rumranden waren total interessante schräge Vögel die mich eher ein bisschen eingeschüchtert haben, weil ich war und bin es eigentlich immer noch sehr schüchtern.
00:22:55: Und nicht so extrovertiert glaube ich also als Mensch einfach.
00:23:00: Aber was das Theater so kann?
00:23:03: Was da so passiert und was da diskutiert wird und über diese Geschichten, die wir haben in entweder feste Stücke oder Entwicklungen
00:23:12: usw.,
00:23:12: was wir für Möglichkeiten haben uns übers Leben auszutauschen über uns alle.
00:23:18: Das fand ich schon eigentlich sehr früh total toll und hab so gedacht, ach aber eher, ich probiere das jetzt mal auf der Schauspielschule, so, ich gehe da jetzt mal hin und gucke mir das mal an.
00:23:26: Und wann ist das entstanden?
00:23:27: dieser Wunsch oder der Gedanke dann zum ersten Mal?
00:23:30: Ich probier das, mache mal eine Aufnahmeprüfung...
00:23:32: Das war relativ spät eigentlich!
00:23:34: Ich habe auch alle Termine verpasst, weil da z.B.
00:23:36: mein Vater überhaupt nicht so war okay, also er hat mich überhaupt nie in der Hand genommen.
00:23:40: Also auch nicht im guten Sinne würde ich sagen, es kann ja auch schön sein dass ein Vater sagt so und jetzt möchte sie das machen Das gucken wir mal, weil ich war natürlich ein achtzehnjähriger.
00:23:48: Vielleicht
00:23:49: hat er sich das auch nicht gewünscht?
00:23:51: Doch!
00:23:51: Das
00:23:51: war ganz süß.
00:23:52: da waren auch immer ganz offen und ganz klar gesagt so... ...das kann ich mir gut bei dir vorstellen.
00:23:56: oder war es ja ehrlich so dass du das glaube ich hast schon Talent.
00:23:59: also ich habe immer schon so ob sie's wollten oder nicht.
00:24:01: so viel Otto der Otto-Walkes könnt ihr euch noch erinnern?
00:24:04: Natürlich!
00:24:06: Gabs Otto der Film und so, das hab' ich den kannte ich halt aus VAS-Näsig.
00:24:09: Hast Du nachgespielt?
00:24:10: Ja, nachherzählt.
00:24:11: Und
00:24:12: dann sind die Leute damit genervt.
00:24:14: Also dem dran gab es schon, also das ist schon auch da von wegen Schüchtern.
00:24:19: Und war das zum Beispiel?
00:24:20: du hast... Immer Vorstellungen gegeben, an Familienfesten und deine Schwester eher nicht.
00:24:26: Die hat dann eher inszeniert oder so?
00:24:27: Gab's einen Unterschied?
00:24:29: Nee, ich hab auch keine Vorstellung gegeben.
00:24:30: Ich hab mich auf irgendeinen Schoß gesetzt ... Ich war noch sehr klein als ich das erzählte.
00:24:33: Ich war neun oder acht oder so.
00:24:36: Als ich den schon geguckt habe, natürlich irgendwie so oder zehn.
00:24:39: Dann hab ich einfach angefangen aus der Lamingue.
00:24:42: Man saß beim Brunch oder irgendwie gab es früher mal diesen Brunch.
00:24:45: Das war ja die Zeit, wo man so ... Tomate, Mozzarella aufkam.
00:24:48: Deswegen esse ich es heute immer noch und rühre ein.
00:24:51: Dann haben
00:24:52: wir dann so Geschichten erzählt!
00:24:53: Und da waren die immer schon.
00:24:53: vielleicht besorfen wahrscheinlich alle mit einem komischen Sektchen, was sie sich da reingeschüttet
00:24:57: haben.
00:24:57: Aber das ist ein gutes Timing-Gefühl, oder?
00:24:58: Da
00:24:59: hab' ich da einfach mal so losgegelt.
00:25:00: Ich fand das eigentlich immer ganz lustig.
00:25:01: Da war halt auch immer viel Theaterfolg bei uns zu Hause.
00:25:03: Das schon auch.
00:25:04: Die waren eigentlich dann abends morgens immer irgendjemand... Immer
00:25:07: hing da einer
00:25:08: rum?!
00:25:09: Viele Leute.
00:25:10: Es war nicht immer sehr viel Leben in der Bude ja.
00:25:12: Aber kennt ihr das nicht als Schauspielende?
00:25:16: Weil man macht ja wirklich ganz viele, die es später als Beruf machen.
00:25:18: Dass man immer so Vorstellungen gegeben hat im Familienkreis und dass dann die Erwachsenen gezwungen wurden in den Raum zu kommen.
00:25:25: Man hat das vorbereitet.
00:25:26: Ich hab mein Bruder da auch in Kostüme gezwung.
00:25:28: Und dann mussten sich die Erwachsenden... Das finde ich heute immer ganz reizend wenn ich irgendwo bin und dann gibt's eine Vorstellung von den Kindern.
00:25:36: Nee, deshalb liebe ich jetzt auch bei meinen Neffen das diese Vorstellung machen.
00:25:39: Aber weil die wissen, dass ich Schauspielerin bin und sie sich das nicht so richtig vorstellen können ... Weil Sie ja noch nie da waren?
00:25:45: Immer wenn ich komme wollen Sie dann, dass Ich das erzähle und dann müssen Sie's nachspielen!
00:25:49: Ich selbst hab' das... Nicht gemacht, es gibt nur Geschichten Das ich zum Beispiel im Kindergarten Maria war Und dann schon eine ganze Woche vorher immer nur Mariasachen an hatte und auch nur heilig geguckt
00:26:00: hat.
00:26:00: Method Acting.
00:26:01: Natürlich.
00:26:02: Man durfte nicht Method acting.
00:26:03: Die Robert De Niro.
00:26:06: Und ich war dann, mein bester Freund war Josef und der hat es nicht gut gemacht.
00:26:11: Also ich fand dass er das nicht ernst genommen hatte.
00:26:15: Da war ich ja so viel oder völlig.
00:26:16: Früher gibt's sich!
00:26:17: Ich war ein bisschen verliebt in dir und danach war ich, es war vorbei Danach konnte ich nicht mehr, war nicht mein Freund.
00:26:23: Weil er irgendwie, weiß ich nicht ... Und ich stillsitze und konnte auf dem Stuhl irgendwas machen.
00:26:29: Ich kann mich natürlich nicht erinnern, aber das wurde mir praktisch erzählt.
00:26:33: Es gibt Fotos von mir, wo ich in Ballettkleidern rumspringe und ganz ernst gucke zum Tod lachen tatsächlich.
00:26:40: Ja, süß!
00:26:41: Und sag mal Alex als du dann ... Als hast du gar nicht erzählt wirklich?
00:26:45: Was denn?
00:26:45: Doch, ich hab Vorstellungen gegeben.
00:26:47: Ja und ich habe auch Sachen nachgespielt.
00:26:49: Warst du Schauspielerin oder Regisseurin?
00:26:50: Also Bestimmlerin natürlich!
00:26:54: Also sozusagen die anderen da zu gängeln dass sie das jetzt performen was ich mir überlegt habe und natürlich aber auch selber zu spielen.
00:27:05: ja absolut.
00:27:07: Aber sag mal Alex als du dann dich entschieden hast das zu probieren an der Schauspilschule hat es dann sofort geklappt.
00:27:13: Ja, tatsächlich.
00:27:14: Das war auch so ein bisschen der Grund.
00:27:15: Ich dachte dann ... Also ich hab alle Termine verpasst gehabt eigentlich, um mich in diesem Vorzubereiten oder vorzustellen und dieses Vorsprechen zu machen.
00:27:23: Und Leipzig war immer ganz am Schluss der Runde, die man ja so macht durch die ganzen Städte.
00:27:29: Da konnte ich mich noch bewerben.
00:27:30: Dann habe ich mich beworben und hab halt auch mal so bei den Schauspielern und Schauspielern im Hannover und gesagt, Thomas Kügel war damals noch in ... Kennt ihr den überhaupt?
00:27:40: Der Name sagt mir was!
00:27:41: Ganz toll.
00:27:42: Also es war einfach ein sehr lieber Kollege, auch die waren eh alle ganz süß natürlich und da hab ich dem das halt erzählt und gesagt so ja und leibt sich.
00:27:49: und dann meint er oh das ist eine gute
00:27:50: Schule.
00:27:50: Aus Hannover oder?
00:27:51: Ja aus Hannover.
00:27:53: Und dann habe ich gesagt Thomas wie machen wir das jetzt in Sannamerika?
00:27:56: Du kannst ja mal zum Beispiel Moritz Stiefel vorsprechen.
00:27:59: und dann hab' ich noch so einen Kabarettisten gehabt Georg Schramm hieß der und den mochte ich damals auch schon total und hat ja gleich gesagt mach doch mal auch noch was anderes was man vielleicht nicht so kennt Weil diese immer Romeo und Julia ansonsten gucken die immer das Gleiche.
00:28:13: Der hat mir ein paar Tipps gegeben, dann dachte ich auch interessant.
00:28:16: Das hab ich schon mal meinen Vater gesagt.
00:28:20: Und fand es so gut.
00:28:21: Das brauchte ich schon so einen Backing noch einmal aber das war's dann auch.
00:28:24: Dann habe ich das mit Thomas gemacht und hab mehr oder weniger nachgespielt diesen Kavoritisten ... Ja, das war halt eine Figur, die der erfunden hatte eigentlich, die nicht so bekannt war.
00:28:36: Und den Moritz Stiefel.
00:28:39: mit dem zwei, drei Mal gemacht und da habe ich mich ganz naiv hingefahren.
00:28:43: Mit meinem vierte Uno, den ich damals hatte über Dessau und ohne Autobahn noch.
00:28:48: Da gab es noch siebzig Kilometer Autobahnenstrecke die fehlte nach Leipzig von Hannover.
00:28:52: Ich bin dann bei denen über Landen, über Gommern und Zerbst war dann immer meine Strecke zur E-Plus.
00:28:57: leuchtere Klamme an der Ecke.
00:28:59: Und dann bin ich dahin gefahren und dann hab' ich davor gesprochen in so einer super schönen alten Villa also wie aus einem Bilderbuch wenn man sich das so vorstellt aber halt mit extrem aufgeregten Schauspiel- ... werdenden Schauspilschülern.
00:29:10: Warst du nicht aufgeregt?
00:29:12: Doch, aber das hat mich total ... Im Gegenteil, ich war wahrscheinlich noch noch aufgeregter.
00:29:16: Die waren eher so cool, dass sie da jetzt auf die Schausspielschule gehen und Warn hatten mit Polo-Hand aufgestellt und Surfbrett auf dem Opel Corsa.
00:29:23: Und die anderen halt sofort schon drinnen und haben den ganzen Hausstand mitgebracht, weil Romeo und Julia mussten wir schwere Buffets irgendwie auf die Probebühne heben.
00:29:30: Ich hatte gar nichts dabei außer eine Pistole, weil die hab ich für diese Kapparettnummer gebraucht Kaparatistennummer.
00:29:37: Ansonsten war ich da eher eingeschüchtert, ich war total eingeschüttert eigentlich und dachte eigentlich schon auf der Fahrt dahinten das macht überhaupt keinen Sinn.
00:29:43: Das ist doch eine scheiß Idee gewesen.
00:29:45: Aber
00:29:45: warum bist du dann weitergefallen?
00:29:50: Ich
00:29:50: hab gedacht es wird eh nix so ein bisschen... Ich habe mich selbst geblieben gesagt, ich mach' das jetzt einfach und das wird dann ja eh nichts weil das habe ich schon mitbekommen dass man da halt zwanzig mal vorspricht und so.
00:29:59: Und ich eh einen anderen Plan hatte, ich wollte dann auch nach Leipzig lustigerweise So eine Schriftstelle, so ne Schule für szenisches Schreiben.
00:30:08: Aber auch überhaupt fürs Schreiben und da wollte ich mich eigentlich bewerben.
00:30:12: das war eigentlich mein Hintergedanke Und ich wollte noch mal reisen.
00:30:15: Ich hatte also hundert andere Idee machte okay du machst das jetzt?
00:30:18: Das habe ich ein bisschen mitbekommen von...das ist schon gut.
00:30:21: wenn man das jetzt mal dann auch macht Dann hast Du es mal erfahren so erlebt wie das ist um die demütigen vielleicht auch oder wie toll Oder dann weißt Du wie's ist.
00:30:29: Das habe ich irgendwie verstanden, das war immer wieder so ein Cray.
00:30:32: Du hast gesagt, probier's halt aus und schau dir es mal an!
00:30:34: Und dann kannst du ja immer noch schauen.
00:30:36: Und ich hab' gemerkt, aber je mehr ich da war, das ist eigentlich überhaupt nichts für mich und diese Schaue... Ja, ich musste jetzt schon Casting und ich dachte, was ist denn Casting?
00:30:43: Ich komme aus Hannover und dann habe ich da vorgesprochen, dann hieß es okay, dann wurde er eben nachgesagt, der zweite Runde Dachte ich schon, ah Gott jetzt in die zweite Runde.
00:30:53: Dann bin ich aber heim und hab gesagt da will ich eigentlich gar nicht mehr hin und dann ging das Drama ein.
00:30:57: Ich los zu Hause und habe gesagt, ich weiß das gar nicht.
00:30:59: Bei dir?
00:31:00: Ja
00:31:00: bei mir ja!
00:31:01: Und diese fremden Leute da, diese ganzen aufgeregten selbstbewussten Schauspielschüler um mich herum.
00:31:08: Ich schaff das glaube ich nicht und so.
00:31:10: Dann war meine Mutter aber ganz toll weil der hat dann gesagt du machst es mal die zweite runde nochmal und dann kannst du das ausprobieren machst du vier wochen Vier Wochen, dann kannst du wieder nach Hause kommen.
00:31:20: Also
00:31:21: vier Wochen studieren?
00:31:22: Falls du
00:31:22: das schaffst!
00:31:22: Dann studierst du mal vier Wochen und guckst dir das mal an und dann können wir ja nochmal gucken was dann wie es dir geht.
00:31:28: Und das hat irgendwie total geholfen weil ich dachte so ohja cool also damit hat's irgendwie so einen Rahmen bekommen dass ich nicht dachte ich bin jetzt dafür immer und Bin vielleicht völlig falsch weil die waren schon sehr heute ist es ja total schön zu sehen, so bunte Leute aufgeregt und so.
00:31:42: Und ich krieg ein Oscar ... Ich wusste immer schon was reden die denn?
00:31:47: Das passiert alles gar nicht seit Frohn.
00:31:48: Wir müssen gucken wie wir das hier irgendwie... Also ich hatte schon einen Realitätscheck der natürlich, ich hab ja schon viel Schauspielschüler auch erlebt dann und traurig und weinend im Flur.
00:31:56: Und dass
00:31:56: es nicht weitergeht oder nicht anfängt.
00:32:00: Vor- und Nachteil vielleicht zugleich weil ich überhaupt keine rosa rote Brille aufhatte sondern dachte so Das ist der Weg, sei diszipliniert, arbeite und nehme diese ganzen Sachen ernst.
00:32:09: Vielleicht hab ich's auch zu ernst genommen ... Aber mir hat sozusagen die Leichtigkeit und dieser Spaßfaktor erst mal so ein bisschen gefehlt.
00:32:16: Und sag mal, wussten die, wer du bist als du vorgesprochen hast?
00:32:21: Sie behaupten es heute aber... Ich behaupte wiederum sie wussten das nicht!
00:32:26: Denn ich bin zwar im Sekretariat, musste man sicher mit seinem Namen anmelden, aber ich stand von Tag eins als Alexander Knohn Immer in Listen.
00:32:35: Das blieb auch so, falsch.
00:32:36: Knonen Alexander Knon.
00:32:38: Wie kam das?
00:32:40: Das war ein Schreibfehler einfach bei K-H-U-N und dann haben sie da irgendwie was schnell verändert und das bliebe auch so bei Szenenvorspielen weil ich das erste Jahr im Grundlagen-Seminar immer Alexander Knone.
00:32:51: Aber heute sagen Sie gerne, dass haben Sie gewusst, weil ...
00:32:54: Nee, weil Sie natürlich sagen es ist natürlich Quatsch.
00:32:56: Wir wussten natürlich wer du bist hat mein Dozent gesagt irgendwann so.
00:33:01: Aber ich bin ja nicht so sicher, weil du dachtst immer, warum stand dann da Alexander Knohn?
00:33:05: Und hast du dir ... So, wenn ich
00:33:06: heute noch von Oliver Resi genannt bin.
00:33:08: Der Knohn kommt.
00:33:09: Das ist lustig!
00:33:11: Hast du dir Gedanken darüber gemacht wie so ein ... Es gibt zum Begriff jetzt von Insta.
00:33:15: Ich bin ja so in der O-School.
00:33:17: Nepo Babies, kennt ihr das?
00:33:19: Die haben mal gehört von dabei.
00:33:20: Nepoh, wenn man berühmte Eltern hat und so.
00:33:23: Hast du die über sowas Gedanken
00:33:24: gemacht?
00:33:24: Ja klar...
00:33:25: Wird das eine Rolle spielen auf meinem Weg den ich hier gerade ...
00:33:30: Schon, ja.
00:33:31: Das kann man nicht beeinflussen.
00:33:35: Es ist nur mal so ein Umstand wo du sagst... Also ich habe relativ früh gemerkt naja das ist ja so einen Beruf das kann man so schlecht tarnen.
00:33:43: also du kannst jetzt nicht bei Sucksession irgendwie da so mitschwimmen irgendwie zwanzig jahrelang als protegiert sondern wenn du halt auf die Bühne gehst und anfängst zu spielen wissen wir ja alle
00:33:53: dann kriegt
00:33:53: man halt recht schnell mit.
00:33:55: Also ob man zumindest das so kann, dass man jetzt halt den Beruf ausüben oder ob man so merkt.
00:34:00: Das ist wirklich nichts seines und hatte dann eigentlich auch bei der Schauspielschule nicht das Gefühl... selbst wenn sie es wussten.
00:34:11: die haben relativ klar gesagt woran's mangelt oder wo sie noch so denken.
00:34:15: Also, es war irgendwie ... Ich hatte nicht gewusst, dass er mich im Alltag so begleitet.
00:34:19: Sondern dass das eher so ... Man kriegt seine Aufmerksamkeit vielleicht?
00:34:24: Oder ganz sicher?
00:34:25: Aha!
00:34:25: Okay.
00:34:26: Also, dein Sohn kommt auf die Schule mit Schauspielschülern ab, kennt man.
00:34:30: Dann schaut man halt hin und das ist ja ein Vorteil.
00:34:32: Ich hab immer gedacht, das ist eigentlich ein Vorteils, dass man erst mal hinschaut oder mal geschaut hat auch genau hin.
00:34:37: Und wenn dann nichts kommt, muss man trotzdem sagen, macht jetzt keinen Sinn.
00:34:41: Weil was haben die davon, wenn die jetzt mit mir die Schaus Spielschule in Leipzig ... Also die haben ja keinen Benefit, wenn sie mich da durchquetschen irgendwie.
00:34:48: Es ist ja auch letztendlich sind es ja wirklich ganz viele Kinder von Kollegen und Kolleginnen, die das machen.
00:34:55: Deswegen habe ich glaube ich auch gefragt, hattest du eine andere Chance?
00:34:57: Weil manchmal in meinem Bekanntenkreis hab' ich so das Gefühl, wenn dann irgendwie... also ihr habt ja jetzt nicht was mit deinen Kindern wird.
00:35:05: aber die Dynastie ist ja erst begründet im Bekanntekreis hier und dann sind manche mal Die Eltern waren es schon und die Eltern sind's jetzt.
00:35:13: Und jetzt gehen die Kinder dann auch noch auf die Schauspielschule, und da denkt man auch so ja wahrscheinlich ist man in einem Umfeld wo man gar nicht so viele andere Ideen manchmal bekommt genauso wie in Familien von Ärzten oder Ärztinnen.
00:35:26: der Vater war das der Großvater war dass die Mutter Großmutter und so macht man das auch.
00:35:31: Also das würde ich vermeiden wollen.
00:35:33: Ich
00:35:35: würde das zum Beispiel auch vermeiden.
00:35:38: Es wäre doch cool gewesen, wenn nicht dass ich meinen Weg und diese Begegnung bin ganz dankbar auch und freue mich wirklich über was ich danach machen durfte und die Leute die ich übrigens getroffen habe dann auch mit denen ich heute noch befreundet bin natürlich vor den ich so Angst hatte in meinem Schauspielschluss.
00:35:52: So im Saft, irgendwie ein Surfbrett.
00:35:55: Das ist mein bester Freund jetzt da mit dem Surfbret natürlich und dieses ... Aber so ich hätte schon gern noch so ein paar Sachen ausprobieren glaube ich einfach bevor ich dann vielleicht auch als Schauspieler geworden wäre was auch nichts schadet wenn man so ein bisschen was macht im Leben einfach mal gucken wo es einen hinträgt.
00:36:14: aber hast du die Sehnsucht noch?
00:36:15: weil?
00:36:15: du hast gerade gesagt also das fand ich jetzt interessant dass wir dich gerne noch genauer wissen wollen.
00:36:19: weißt du wenn du sagst Ich hab dann das ausprobiert, und dann wusste ich aber schon den Realitätscheck.
00:36:25: Und dann hat man ja so eine Sehnsucht vielleicht, dass es ... Dass man das auch doch erlebt zu einer Leichtigkeit oder was wo man sich nicht weiß und back-up hat?
00:36:34: Gibt's das noch in dir sozusagen, so wie du sagst?
00:36:37: Ja bis heute eigentlich lustigerweise.
00:36:40: Und viel gut!
00:36:41: Eskapistische
00:36:43: Ideen
00:36:44: macht einen Denk nach.
00:36:47: Schon, ja?
00:36:48: Und schreibst du?
00:36:51: Das ist schön.
00:36:53: Ja, das habe ich immer gemacht.
00:36:53: Das habe ich auch in der Schauspielschulzeit gemacht.
00:36:56: Ich hatte dann auch einen Text geschrieben und auch bei einem Verlag im Gespräch mit dem Ammann-Verlag damals in der Schweiz.
00:37:02: Also ich bin da schon dran geblieben irgendwie und dann irgendwann ist es aber... Dann ist er leider insolvent gegangen, ein ganz toller Verlag fand ich!
00:37:12: Und dann wurde das Schauspieler... Schauspielern so heftig und hat mir auch so Spaß gemacht.
00:37:17: Ich hab's dann total gerne gemacht, sonst hätt ichs glaub' ich auch nicht während die vier Wochen vielleicht ... Die vier Wochen haben sich natürlich ganz schnell erledigt gehabt aber ... Dann hätte es wahrscheinlich auch nicht weiter, weil ich hab gemerkt, ah nee, man macht's total Vergnügen auch!
00:37:28: Ich mag das total gern, ich komm auch heute noch wahnsinnig gerne zu proben grundsätzlich eigentlich.
00:37:34: Auch wenn das mal ein Stück ist was nicht... Ich merke dass mir das total ... Spaß macht in diesem Konstrukt auch zu arbeiten und diese Leute zu treffen Habe ich jetzt ja auch zwei Jahre mal raus und habe keine Theater und Elternzeit gemacht.
00:37:50: Also nicht Luxus ist das falsche Wort, was für ein Vergnügen ist und was für einen Geschenk wirklich ohne dieses Schauspieler-Partors aber Leute zu treffen mit denen man sich so austauschen kann über diese Sachen.
00:38:00: Und zwar wie hoch man da reinsteigen darf schon!
00:38:04: Mit jedem Regiersistenten, wo ich denke wow... Also wenn ich an andere Berufe denke, wo man halt reinkommt in so ein Büro und dann bei der Kaffeepause über irgendwas Belangloses.
00:38:12: Vielleicht gibt es hier auch viele spannende andere Berufen, habe ich ja gerade selber gesagt aber das ist schon ganz besonderer Ort den ich schon extrem...
00:38:21: Wie überspringen wir das Kennen lernen.
00:38:24: eigentlich finde ich immer weil wenn man in eine Arbeit einsteigt ist man direkt an einem Thema Und dann muss ich ja gar nicht erst mal kennenlernen, so wie Hallo.
00:38:34: Es überspringen wir eigentlich immer und ich finde auch es gibt der einzige Beruf wo man sofort weiß oder nach einer bestimmten Zeit weiß wieder, wie der Kollege riecht.
00:38:42: Ja.
00:38:43: Ob man's will oder nicht?
00:38:44: Manchmal ist das auch nicht so schön!
00:38:47: Natürlich muss ich sagen... Ich find' das schon immer toll.
00:38:50: also dass man denkt man ist so schnell, so nah und es geht sofort um andere Dinge, also um andere Themen oder wie du vorher das so schön gesagt hast, dass man – jetzt kann ich es leider überhaupt nicht wiederholen.
00:39:01: Aber als du es gesagt hast fand ich's ganz toll.
00:39:03: Ich habe gesagt, das ist schon die Definition von Theater.
00:39:05: Dass man sich mit Geschichten beschäftigt und weil man sich in einer Geschichte beschäftigt andere Dinge sein lässt oder direkt überspringt.
00:39:16: Jetzt kann ich's nicht besser sagen... Ja aber deswegen sind ja auch die Übergänge, finde ich, so fließend in unserem Beruf zwischen Kollege, Freundschaften oder so.
00:39:25: Weil sich das ja so vermischt, weil man auch in diesem ... sich über ein Thema auseinanderzusetzen wie du sagst, man überspringt eigentlich die Kennenlernphase im besten Falle macht man irgendwie auf und trägt selber alles dazu bei was man zu einem Thema zu sagen hat.
00:39:40: Man öffnet sich sehr schnell Und ab von Hierarchien tauscht man sich aus.
00:39:47: Das finde ich ist auch etwas besonderes.
00:39:49: Ich weiß noch, wie mein Bruder der Arzt ist einmal bei mir im Theater war und ich war dann irgendwie sehr eng mit einer Kollegin, die weiß ich nicht sieben Jahre jünger war oder so.
00:39:58: Also was jetzt ja eigentlich gar nichts ist altastechnisch.
00:40:02: aber damals war mein Bruder auch noch Jünger und er meinte ah und wieso bist du jetzt mit der gerade so eng?
00:40:07: Und für ihn war das so die Vorstellung, er würde jetzt mit seinem Oberarzt als Assistenzarzt irgendwie so ganz viel austauschen und in der Kantine zusammensitzen.
00:40:17: Und das finde ich eben auch ganz toll, dass es irgendwie im besten Falle einen Austausch über Grenzen von Hierarchien hinweg gibt und ein totales Miteinander ist schon sehr besonders in unserem Bereich.
00:40:32: Ich muss mal kurz springen noch einmal weil ich so eine Frage im Kopf habe Glaubst du deine Mutter hat gewusst, dass zu vier Wochen das nicht reicht?
00:40:38: Hat sie dich deswegen ... War das ein richtiger Vorschlag von ihr oder wusste Sie Du brauchst eine Entspannung oder so was, und der bleibt dann noch länger?
00:40:47: Ich glaub
00:40:48: beides.
00:40:48: Also ich hab mir das sehr abgeguckt von ihr eigentlich diese ... Und auch von meinem Vater, der hat da sicher auch mitgemischt, so was das anging.
00:40:57: Weil ich eben sehr zurückhalte.
00:40:59: Auch dieser Umzug war zwar, wir hatten Glück im Theaterkosmos, dass man halt zum ersten Mal umzieht.
00:41:04: Das gibt's ja sonst einfach.
00:41:05: Meine Schwester
00:41:05: ist schon achtmal umgezogen mit ihren Kindern ungefähr.
00:41:08: Und die machen das auch toll und sind da geübt drin inzwischen.
00:41:12: Hoffentlich können sie in Hamburg bleiben und ihren Abschluss machen, aber für mich war es trotzdem gerade weil wir nie umgezogen sind.
00:41:17: Weil wir aus dieser Bilderbuch-Bullaby-Region Konstanz am Bodensee da wo komisch gesprochen wird und wo alles halt einfach anders ist als in vielen anderen Teilen der Welt.
00:41:28: Auch egal wo du herkommst, du bist da ganz verwachsen irgendwie total aufgehoben und dann kommst du in den Start Ein bisschen ungeschickt, vielleicht auch da schon ein sehr roughes Ghetto gekommen eigentlich auf so eine Schule.
00:41:44: Die war schon knackig und dann bin ich da eben sehr naiv reingestolpert.
00:41:51: und das war eine wirklich schreckliche Zeit für mich als Kind, weil ich da immer gedacht hab, ich habe irgendwie was verkackt.
00:42:00: Weil die meine Eltern sagten das wird schon super!
00:42:02: Das wird cool und so mit diesem Ding.
00:42:04: Und ich bin da hin und dachte so es war halt von Tag eins an nur Scheiße.
00:42:07: Wirklich?
00:42:07: Schrecklich
00:42:08: Schrecklich.
00:42:09: Im Sinne von Mobbing oder
00:42:11: alles?
00:42:11: Ich bin einfach in diese Schule rein und es war irgendwie ... ich hab noch so gute Laune, irgendwie war auch so ein kleiner gut gelaunter Typ, noch nicht im Stimmbroß ungefähr oder gerade ging's los.
00:42:19: Es war so'n Spätshünder, bin da so reinspaziert und dachte, ich find jetzt hier neue Freunde!
00:42:22: Und das war einfach eine total taffe Hausnummer.
00:42:26: Da war so ein Lehrer, also so ein Alkoholiker der sich für nichts interessiert hat, setz dich mal dahin, damit mich dahingesetzt zu einem Sitzenbleiber, der ja noch sehr nett war.
00:42:33: Die waren dann alle natürlich irgendwie okay aber die waren alle tough Die waren alle geschult.
00:42:38: Es war einfach ... die Wussten, wo der Hase langläuft.
00:42:41: und ich dachte so cool was machen wir jetzt?
00:42:43: Kicken danach ein bisschen Fußballspiel und sagst du kriegst gleich mal auf die Fresse mein Freund!
00:42:46: Das kriegste du als allererstes.
00:42:48: Also naja oder so halt... Du warst auf jeden Fall, die waren halt schon pubertät und alles.
00:42:52: ne also es war einfach eine sehr knackige Zeit.
00:42:55: Ähm..die sich dann total gewandelt hat, also ich hab dann drei Vierteljahr gebraucht Und da sind das natürlich auch nette Menschen ist ja logisch aber die kommen.
00:43:03: Ich wurde halt einfach entwurzelt und kam da so rein
00:43:07: Hat das keinen leichten Übergang?
00:43:08: Und hatte überhaupt keinen.
00:43:09: Ich war immer sehr allein, weil ich nach Hause bin und hab mich nicht getraut zu sause zu sagen mir geht's gar nicht so gut sondern immer ... Ja ja!
00:43:16: Weil die haben gesagt es wird cool.
00:43:19: und dann dachte ich aber sie ist ja gar nicht cool und hatte irgendwie nicht das Vertrauen so richtig zu sagen Es ist aber gar nicht Cool, dann dachte so fuck irgendwas mache ich hier falsch und da bin ich so ein bisschen verstummt.
00:43:29: in der Schule weiß ich noch und habe mich da einfach mal hingegangen und mich in die Ecke gesetzt zu meinem Sitzebleiber-Freund, der mir dann beigebracht hat wie man sprüht und täckt.
00:43:37: Und so weiter haben wir immer die ganze Zeit irgendwelche Taxentworfen mit unseren Eddings während der Schulzeit.
00:43:43: Dann irgendwann ist der Knoten geplatzt.
00:43:45: Wenn man die Schnauze hält lange genug und an der Seite sitzt, sagt dann irgendwann der Klassenchef, du darfst mit zum McDonalds kommen ... Und
00:43:53: hast du mit deinen Eltern noch mal drüber gesprochen?
00:43:55: Ja ja klar!
00:43:56: Viel
00:43:56: später aber viel, viel später.
00:43:58: Ich glaub nach einem Studium.
00:44:02: Aber das war so ein bisschen, also für mich auch so natürlich vielleicht auch deswegen mit Leipzig.
00:44:05: So ein kleines Trauma irgendwie wenn man dann seine Leute hat.
00:44:07: da bin ich sehr vorsichtig.
00:44:09: haben sie mich auch?
00:44:10: bis heute werde ich ausgelacht weil ich damit meiner Käppi damals schon rum saß und stumm war irgendwie die erste halbe Jahr und gar nicht aufgefallen bin und einfach nur meine Sachen gemacht habe und nach Hause gegangen bin und sehr zurückhaltend waren.
00:44:23: Und sag mal wenn du Jetzt daran zurückdenkst, ist das dann etwas was du im Nachhinein trotzdem als positiv bewertest?
00:44:31: Dass ihr da nochmal umgezogen seid?
00:44:32: oder ist das etwas was zu deinen Kindern gerne ersparen wollen würdest.
00:44:36: So eine gewisse Aufregung im Schauspielleben...
00:44:40: Also ersparn würde ich es ihnen natürlich unbedingt.
00:44:42: wenn es irgendwie geht muss man das nicht machen.
00:44:44: Wenn es aber so ist dass das dass man sich beruflich verändert.
00:44:50: Dann würde ich sagen, das kann man machen!
00:44:52: Ich mache auch null Vorwurf meinen Eltern.
00:44:53: Die haben mich ja viel jünger bekommen und hatten ganz andere Themen.
00:44:57: Meine Mutter ist auf die Schule.
00:44:58: Da hat man halt so eine andere Zeit gesagt, es wird gut.
00:45:01: Es wird schon irgendwie so beruhigt halt eher weil ich natürlich eher ein hysterisches oder ... ein sensibles Kind war und dachte, erst mal wie was?
00:45:08: Wo machen wir jetzt so?
00:45:09: Wird schon.
00:45:10: Bin ich ja bis in die Schauspielschule geblieben.
00:45:13: Muss ich da jetzt hin?
00:45:14: Oh Gott lieber nicht oder so.
00:45:16: Deswegen wundere ich mich auch, dass sich auf die Bühne gehe so oft und das suche auch auf eine andere Weise aber eigentlich eher halt schüchtern bin oder so oder das eigentlich gar nicht so einen Widerstand habe eigentlich eher dagegen.
00:45:28: Entschuldigung,
00:45:29: jetzt muss ich doch noch mal reinkriegen.
00:45:31: Warum?
00:45:32: Wenn das so ein Widerstand ist ... Was ist es denn dann, wo du sagst, aber ich muss jetzt doch auf die Bühne.
00:45:38: Also was treibt dich da?
00:45:39: Ja, es ist
00:45:39: interessant.
00:45:40: Es ist wirklich interessant!
00:45:42: Weil was is' es denn?
00:45:43: Das muss ja etwas ganz Besonderes sein, dass man sich überwindet.
00:45:49: Ich glaube wieder, dass ich was ausprobiere und mache mir viele Gedanken, sondern was ich ausprobierre, was in einem drinnen lodert.
00:45:58: Also, ich hab ja auch mal eine Geschichte in der Hand.
00:46:01: Was mir wahnsinnig schwerfällt ist, ich musste neulich eine Trauung machen für Freunde, die haben mich gefragt, kannst du unsere Zeremonie machen?
00:46:08: Du bist doch Schauspieler!
00:46:09: Und ich dachte da sagt man natürlich auch nicht ab, ich habe mich auch wirklich sehr gefreut gleichzeitig, und da war genau diese Starre sofort, dann dachte ich so Gott jetzt steh' ich da als Alex und soll sagen... Okay, das war wahnsinnig aufregend für
00:46:22: mich.
00:46:24: Aber da ist man hier eher Alex?
00:46:25: Das ist ja für mich auch ein
00:46:25: Alltraum!
00:46:26: Genau das Missverständnis.
00:46:27: und hier auf der Bühne... Das ist für mich wie ein Schutz.
00:46:30: Also das erlebe ich jetzt natürlich nach all den Jahren.
00:46:32: mit der Erfahrung aber habe ich relativ früh nicht mehr erlebt.
00:46:34: Ich hab schon sehr früh mit zwanzig dann Hamlet gespielt oder so oder Kabale und Liebe also auch fünf Rollen hintereinander weg Und da hatte ich auch Lampenfieber.
00:46:42: bis heute also bin auch bis heute aufgeregt.
00:46:45: Aber ich empfinde das als totales Ventil, das Spielen zu können und diese Figuren und diesen Abendverteid zu erzählen.
00:46:52: Und da hab' ich schon Lust drauf ... im Schutz
00:46:57: einer Rolle.
00:46:58: Genau!
00:46:58: Diese Geschichte und was wir zusammen ... Ich habe aber auch ein Gefühl... Also wenn ich so Kollegen höre, deine Lieblingsrolle und so heißt der Monolog damals am Residenztheater.
00:47:07: Das hab ich sogar nicht mehr mit daran mal turgen oder in Regisseur hab ich ganz allein gemacht.
00:47:10: Das ist ja da absolute Vollhauer.
00:47:12: Also, wenn ich Monologe gemacht habe, dann hatte ich immer einen Partner auf der Bühne.
00:47:18: Und dadurch war es eben gar kein Monologen mehr auch, wenn er keinen Text hatte.
00:47:21: Damals Mirko Kreibich ... Das war meine Rettung auf der bühne und da haben wir die Box eröffnet mit Waldstein von Moritz von Ustenler.
00:47:28: Da hab' ich irgendwie zwei Stunden Zeugs erzählt aber der war mein DJ-Freund auf der Bühne hat die ganze Zeit Musik gemacht und da hatte ich meinen Partner.
00:47:36: für mich ist halt Theater-Partnerschaft oder Gemeinschaft und das zum Beispiel gibt man auch Energie.
00:47:43: Also, wenn ich dann ... Wenn wir kommen bei Spirit und unsere Attenten vorher machen und unsere Lieder entsparen mich sofort.
00:47:50: Weil das Gefühl hab's geht allen so ein bisschen.
00:47:52: Man sieht sich und weiß okay, wir haben uns ja!
00:47:55: Und das finde ich auch wieder einen Grund, warum ich den Beruf mache.
00:47:57: Wenn ich jetzt zu aller Entertainer, die dadurch landet-tingeln und da ihre Shows machen abends, habe ich größten Respekt, so Stand up, denk' ich so, dass ... Halleluja also, das wär nix für mich.
00:48:09: Geht mir auch wirklich sterben, absolut.
00:48:12: Total.
00:48:15: Aber wahrscheinlich bleibt es ein bisschen in Rätsel, ich habe selber nicht durchschaut warum ich mir ausgerechnet an diesen Job raussuche.
00:48:21: Es ist genau das...
00:48:24: Aber geht es nicht vielen Spielerinnen so dass im Grunde genommen dieses Das zu machen immer eine Überwindung der Angst ist?
00:48:32: Also ich kenne eigentlich wenig Leute die sagen Ich gehe auf die Bühne, weil mich das da so unglaublich hinzieht.
00:48:41: Und weil gebt mir eine Bühnen und da stelle ich mich hin.
00:48:45: Das ist interessant!
00:48:46: Ich würde auch absolut sagen, ich geh in die Angst.
00:48:50: Aber war also ... Ich kenne in meinem Umkreis auch viele Leute, die nicht schauspielende sind.
00:48:55: Die haben nicht Angst wenn sie ... zur Arbeit gehen, außer sie werden gemobbt oder hassen ihren Job.
00:49:00: Aber in meiner Schwester zum Beispiel, wo die studiert jetzt wieder ... Also die Menschen, die ich auch kenne, die irgendwann mal ihren Beruf haben und dann gehen Sie dahin, die hören auf nervös zu sein weil sie ja ... Wie heißt ich auch nicht, keine Ahnung.
00:49:13: Müsste man jetzt die fragen?
00:49:15: Ich finde es schon besonders dass man Sachen macht und sagt ich habe Angst.
00:49:19: Also Premiere denke ich jedes mal was tust du hier bist du bescheuert weil du ganz genau weißt du kannst gar nicht so gut sein.
00:49:25: mittlerweile hat man ja aus dem Kopf weiß man einfach kommt bloß nicht in die Falle, es zeigen zu wollen.
00:49:30: Es beweisen zu wollen, bleibt ruhig, erzählt einfach die Geschichte.
00:49:35: dann wird man aber innerlich kriegt so ein Stockgefühl bei der Premiere wenn man hat Mundwüste oder irgendwie sowas und man denkt eigentlich auch die Premiere muss erledigt sein damit man seinen eigentlichen Job machen kann dass man jetzt wieder miteinander spielt.
00:49:49: Aber ist das die Angst die mich zum Beispiel in allem in meinem Leben eigentlich beweglich bleiben lässt?
00:49:56: weil ich denke Und ich würde auch jedem sagen, man muss in die Angst gehen.
00:49:59: Jetzt werde ich schon innerlich ganz rot, weil es mich so ... Weil ich denke ja, man muß in die angst gehen und ich würde sagen deswegen mache ich zum Beispiel auch die Arbeit.
00:50:08: Ich hab Angst, ganz
00:50:09: oft Angst!
00:50:10: Man geht eigentlich in Räume, die nicht komfortabel sind, ne?
00:50:13: Genau.
00:50:13: Ich merke aber gleichzeitig wenn ich nur Räime ausschreite, dann werd' ich ganz unruhig.
00:50:19: also das...
00:50:20: Ja
00:50:21: Also ich war jetzt zwei Jahre mit den Kindern zu Hause Auf eine ganz andere Weise, eine riesige Herausforderung.
00:50:28: Aber ich habe gemerkt so diese Neugier jetzt wieder ein neues Stück zu machen.
00:50:33: Das gibt es ja auch nirgends in einem anderen Beruf, dass du oder ob ich klar projektbezogene Berufe dauernd natürlich einen Haufen berufe die wahrscheinlich noch viel viel aufregend und viel riskanter und was weiß ich sind?
00:50:43: In unserem Rahmen finde ich das schon immer wieder toll, dass Du wieder ein Stück hast, ein Projekt hast.
00:50:47: dann hast Du einerseits eine Kontinuität mit Kollegen, da kommen wir wieder neu dazu.
00:50:50: Da hast Du eine Kontinentat mit Regisseurinnen Und dann kommt auch wieder Neue dazu.
00:50:55: Dann wickelst du was, und weißt nicht, was rauskommt?
00:50:58: Ich glaub dieses Abenteuer, das ist ja auch ... letzten Endes verstehen viele Zuschauer gar nicht so.
00:51:04: Ist jede Vorstellung ein Abenteurer, weil es immer neu ist.
00:51:07: Es kann alles abstürzen.
00:51:09: Absolut nie gleich!
00:51:10: Spielen die das halt da wieder so... Die
00:51:13: Angst bleibt ja auch gleich über eine lange Zeit oder an bestimmten
00:51:18: Stellen.
00:51:18: Als ich jetzt zurückkam, hab ich den Monolog gespielt Mit Schreck gehört, wir machen das noch weiter.
00:51:25: Den Monolog?
00:51:27: Vater oder?
00:51:28: Vater, genau den ich da schon ganz lange gemacht hat.
00:51:29: Da war nicht klar, sie wollten ihn immer aufnehmen und dann dachte ich so, krass, den mache ich jetzt wieder!
00:51:35: Und habe mich einerseits, dass ist das beste Beispiel wahnsinnig drauf gefreut weil ich den Text ganz toll finde und auch den Abendmarkt und die Figur und die Idee dahinter und andererseits Für mich ist der Abend immer sowas gewesen, was der oberste Anforderung war.
00:51:50: An mich selber auch an Durchlässigkeit und Schnelligkeit, an Leichtigkeit, trotzdem an Native die ich mir abfordere... ...und diesen Abend zu bewältigen oder überhaupt zu fassen zu bekommen.
00:52:02: Der war immer sehr valide so!
00:52:04: Und dadurch dass sich aber zwei Jahre gar nicht gespielt hatte, dann habe ich den vorbereitet?
00:52:08: Warst auch in den zwei Jahren gar
00:52:09: nichtgespielt?!
00:52:10: Nee also ich hab gedreht ein bisschen, Eine ganz andere Kategorie.
00:52:16: Ja, aber das müssen wir wirklich mal kurz zu dieser Elternzeit nämlich kommen was mich ja total interessiert weil es sehr ungewöhnlich ist dass man als Spieler am Theater für so lange Zeit rausgeht und da wer in einer Branche arbeiten in der das ja auch zum Beispiel gar nicht gerne gesehen wird dass man so richtig lange Elternzeit nimmt.
00:52:35: Würde mich ja total interessieren, wie es dazu gekommen ist, ob du das von Anfang an wusstest oder die Vision hattest, das machen zu wollen?
00:52:44: Ob das für dich ein Problem war, das anzusprechen?
00:52:46: Oder ich meine, du hast jetzt auch hier ein sehr langes und damit auch ein stabiles Arbeitsverhältnis, musst vielleicht nicht so Angst haben, dass es irgendwie ... Dass du da in Misskredit gerätst.
00:52:55: Ich hab letztens von einem Kollegen gehört der... Und natürlich selber auch übelste Erfahrungen gemacht in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
00:53:05: Und ein Kollege, der jetzt noch mal für ein halbes Jahr eine Elternzeit gegangen ist an einem anderen sehr großen Haus... Da hat dann auch zum Beispiel so einen Kollege.
00:53:14: das fand ich irre, dass er dann so selbstverständlich sagt achso aber dann wirst du ja gekündigt.
00:53:20: also dass der Rückschluss ist Du hast dir das jetzt rausgenommen in Elternzeit zu gehen.
00:53:26: Das wird ja Konsequenzen haben für dich und es ist ja total krass dass wir immer noch in so einer Zeit leben und deswegen würde mich da total interessieren, was deine Gedanken waren.
00:53:35: Wie unkompliziert das für dich war?
00:53:36: Und wie du da überhaupt deine Rolle siehst als Schauspieler in dieser Branche ... Du hast es ja auch selber, sage ich mal, familiär nochmal anders vorgelebt bekommen mit einem relativ traditionellen Rollenbild wo sozusagen ... So habe ich's verstanden.
00:53:51: Einer macht Karriere, in dem Fall dein Vater.
00:53:54: Die Familie wird danach ausgerichtet.
00:53:56: Genau!
00:53:59: Also ich hatte einen sehr netten Vater, muss ich dazu auch einmal ganz kurz mal anfügen.
00:54:02: Der war sehr warmherzig und hat mich begleitet mit sich aus sehr eng auf seiner Art jetzt auch und ist sehr vorhanden kann ja jeder Mensch nur in seinem Rahmen seiner Möglichkeiten immer sein so wie er halt so ist Und ich habe ein super Verhältnis zu ihm.
00:54:17: Aber diesen Mental-Load und diesen Alltag und diese Kindergeschichten
00:54:22: usw.,
00:54:23: die Erziehung und alles Die hat schon meine Mutter total geschuldert also klassisch wie du sagst.
00:54:28: Also, ich glaub für mich war immer klar.
00:54:30: Ich möchte mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen.
00:54:33: Das war mir irgendwie klar.
00:54:34: Einfach Zeit verbringen und das kann nicht wenn ich halt nur arbeite.
00:54:38: Bin aber da reingerutscht.
00:54:39: übrigens auch mit Armin Petras hatte ich eine Produktion als mein Sohn geboren wurde Wo er immer sagte, wenn ich da mitmache ... Ich weiß nicht, ob ich die Produktion kann.
00:54:48: Vielleicht raus oder aus der Produktion?
00:54:50: Weil das wird mein Kind geboren.
00:54:52: Da hieß es immer, nee du kannst dann schon raus!
00:54:54: Wenn du erst mal kriegst, gucken wir mal so und das kriegen wir hin.
00:54:58: Dann kannst du zu Hause bleiben ein bisschen.
00:55:00: Genauso blauäugig bin ich da reingesteubert.
00:55:02: Das war mein Startpunkt.
00:55:03: Und auf der Probe ...
00:55:04: Welches Stück war
00:55:05: das?
00:55:06: Die Trabanten von Clemens Meier.
00:55:10: Und dann, was saß ich auf der Probe abgewartet?
00:55:11: Das das Telefon klingelt und meine Frau anruft und sagt Ich muss jetzt in die Klinik.
00:55:16: Und so war es auch.
00:55:17: Dann hab' ich geprobt, dass irgendjemand angerufen ist, soweit.
00:55:19: Da bin ich hin mit mir in die klinik und dann kam mein Sohn zur Welt und da bin ich drei Tage zu Hause geblieben.
00:55:23: Siehst du hier, du kannst dann machen wie du willst und wir gucken dann mal und nach zwei Tagen kann man sich den Anruf Wo bist Du denn?
00:55:30: Also ganz normal auch weil's natürlich auch total blauäugig ist zu sagen Ja das wird dann schon klappen!
00:55:34: Wie solls denn
00:55:34: klappen?!
00:55:35: Der Apparat Diktiert ja alles letzten Endes.
00:55:37: Wenn du dann in dem Stück bist und wovon du ja sprichst, ist einer selbstbewusst?
00:55:42: Wo
00:55:42: hättest dir natürlich Elternzeit nehmen können für die Zeit nach der Geburt?
00:55:47: Dann hätte der Apparat darauf reagieren müssen.
00:55:49: Genau!
00:55:49: Und da wo ich sage, das kriegen wir schon besprochen... Also genau dieses Schwabbelige, das kriegen wir schon hin irgendwie.
00:55:56: Du hast ja auch erst mal keine Produktion mehr.
00:56:00: Das braucht eine große Sauberheit und Klarheit.
00:56:02: für einen selber braucht man das selbst, finde ich.
00:56:06: Das ist der erste Schritt als Vater oder als Mutter und dann kollidiert es natürlich sofort mit einem ... aber da würde ich immer sagen konkret mit einem Haus und eigentlich mit einer Leitung die das beckt oder nicht beckt.
00:56:21: Und wo du sagst okay, da bin ich aufgehoben, da habe ich Vertrauen Ich werde nicht gekündigt und da muss man das Gespräch suchen oder auch nicht suchen wenn man weiß dass stimmt eh nicht.
00:56:30: also das ist einfach heier in Feier Wenn man so will...
00:56:32: Nun war's ja in dem Falle sogar noch Dein eigener Vater, der ja dein Chef
00:56:36: war.
00:56:37: Genau!
00:56:37: Und dann würde man jetzt denken das es nicht ganz so schwer war wie vielleicht in einer anderen Arbeitsgruppe.
00:56:44: Ach tatsächlich!
00:56:44: Also da war überhaupt nichts dran zu denken.
00:56:46: Ach tatsächlich?
00:56:47: Gar nicht.
00:56:48: Da bin ich gar nicht auf die Idee gekommen.
00:56:49: Ich selbst nicht.
00:56:51: Ja weil mein Vater... Ich hab hier mit einundvierzig Fieber eine sechs Stunden, vier fünf Stunden Inszenierung an Weihnachten gespielt und danach waren alle krank.
00:56:59: Da saß ich an Weihnachten und am Tannenbaum habe gesagt so, ach ich kann nicht, ich kann Und dann hatte ich nicht den Mumm zu sagen, auch mit Anfang Dreißig.
00:57:07: Ich bin jetzt krank!
00:57:09: Mit Einen
00:57:10: und Vierzig?
00:57:10: Ja oder mit ne dreißig?
00:57:12: Also
00:57:13: das heißt du hast einen vierzig Fieber mein ich?
00:57:16: Ja vierzig, also ich hab dann halt Aspirin genommen und so.
00:57:18: Das
00:57:19: heißt du hättest gar nicht...das war kein Vorteil sondern du hast noch mehr das Gefühl gehabt, du kannst das ja vielleicht nicht erfahren.
00:57:27: Also sagen wir mal so gut dass die Verantwortung für was ja auch so ist heute oder was sich gerade genau jetzt in diesem Wandel und dieser Krux sich befindet, wann der Lappen muss hochgehen.
00:57:36: Diese Mentalität so bin ich natürlich groß geworden Und das stimmt ja auf eine gewisse Art auch.
00:57:40: nur gibt es natürlich die Grenze.
00:57:42: und da quasi Sich nicht verantwortlich zu fühlen fürs Haus und diese Verquickung auch von unserer familiären Situation zu sagen Da muss man besonders nach vorne gehen und Vorbild sein aber natürlich auch vorbild im Sinne von Jetzt ist gut, ne?
00:57:54: Jetzt reicht's!
00:57:55: Da war ich aber nicht soweit.
00:57:56: und also ich persönlich Und das ist jetzt auch kein Vorwurf an ihn oder so.
00:58:02: Aber an eine Konstellation eher, dass es doch eine gewisse Überforderung war diese Konstellationsschuhe.
00:58:08: Du warst zuerst am DiTene und dann kam dein Vater dazu?
00:58:11: Genau!
00:58:12: Das war eigentlich auch super.
00:58:13: also ich bin dann für total froh.
00:58:14: Es waren eine tolle und aufregende und herausfordernde Zeit weil sich natürlich eben... Ich beschreibe jetzt mal so einen Moment als Überforderungen wo du denkst fuck jetzt bin ich krank, jetzt würde ich einig wenn ich zu meinem Enten sagen als erwachsener Mensch Du, das geht jetzt einfach nicht.
00:58:29: Aber da denkt man dann so ja aber es geht doch.
00:58:32: und dann ging's auch okay klar irgendwie geht sie immer und da sind aber alle anderen krank gewesen danach.
00:58:37: und das war schon ein kleines Learning für uns alle wo gesagt haben ok also wenn man halt zu richtig so und zwar weil er mit sich selbst sehr hart ist und sehr eisern kommt ihr aus einer anderen Generation auch natürlich immer gearbeitet hat immer immer immer den ganzen Sommer durchs wurde einfach immer geararbeitet zwar immer im Kopf diese seine Mission.
00:58:56: Antizipiert man das auch?
00:58:57: Oder habe ich das antizipiert?
00:58:58: und natürlich hat er nicht die Kraft in dem Moment.
00:59:01: Aber das ist dann ein Learning, eine Emanzipation kommt dann auch nicht so klassisch mit achtzehn, manchmal kommst du mit dreißig beschriebte Schritte später... Und darüber bin ich aber sehr froh!
00:59:10: Und die findet er übrigens total interessant an immer.
00:59:12: Dann sagt der ja immer so, ah ja stimmt eigentlich.
00:59:15: Und dieses ... Ja.
00:59:18: In seinem eigenen Korsett, wie man so lebt und was man für Prioritäten hat.
00:59:22: Man
00:59:22: geht ja am Anfang nicht seinen eigenen Weg einfach so.
00:59:25: Ich hab immer das Gefühl der eigene Weg entsteht dann, weil man erst mal in dem Weg ist, man wird hier in eine Familie geboren, dann wird man da großgezogen... Also ich komme auch aus einer ... Meine Eltern sind meine Eltern.
00:59:38: und jetzt fang ich an ganz eigenes ... Ich würde sagen, fange ich an ein eigenes Leben zu leben.
00:59:45: Das hat damit zu tun, dass ich erst mal kapieren muss, wer meine Eltern sind und was meine Erziehung ist ... Und dann mache ich Erfahrungen, dass das für mich eben nicht gilt.
00:59:54: Dass es für meine Eltern gilt oder für meinen Bruder und meine Schwester.
00:59:57: Oder jetzt mein schwäbisches Dorf ... Ich komme ja auch aus Süddeutschland.
01:00:02: Dadurch entsteht der Weg!
01:00:03: Es fällt gerade schwer, wenn das Verhältnis eigentlich sehr gut ist und verständnisvoll.
01:00:06: Du hast einen intellektuellen Rahmen und auch einen emotionalen Rahmen, der stimmt total.
01:00:10: Dann sozusagen sagen wir hier ist der Fehler im System.
01:00:14: Und auch zu sagen, das mache ich aber jetzt bitte anders.
01:00:15: Das hat bei mir gefunden.
01:00:17: tatsächlich, als ich Kinder bekommen
01:00:19: habe ... Wenn du sagst, dein Vater hat immer gearbeitet und den ganzen Sommer hindurchgearbeitet?
01:00:24: Das geht ja einfach nur in dem jemand anderes einem den Rücken frei hält, wenn man's Familie hat.
01:00:29: Anders geht es ja nicht!
01:00:32: Ist es dann für dich, du bist selber Vater, du willst mehr Zeit mit deinen Kindern verbringen... Möchtest du auch diesen Teil der Arbeit komplett tragen, den einfach wenn wir über Mental-Load sprechen und das alles was dazugehört Kinder großzuziehen.
01:00:52: Ist es so dass du dich in der Verantwortung siehst?
01:00:55: teilt ihr das fünftig?
01:00:57: Das ist genau die.
01:00:58: da habe ich schon so oft darüber nachgedacht auch viel Gespräche geführt.
01:01:01: das ist nicht möglich das so in diesen Zahlen aufzuschlüsseln weil das in einer permanenten Dynamik ist finde.
01:01:11: Also ich glaube, dass sich ganz viel eingeredet wird.
01:01:15: Wir machen das fünftig-fünfzig und dass eigentlich immer einer den Mental Load schultert.
01:01:20: Phasenweise können größer sein aber ich würde sagen es ist nie so eine Woche oder so sondern einer hat immer mehr mental load als der andere.
01:01:27: also du meinst dass es sich abwechseln
01:01:30: kann.
01:01:31: Aber wenn es sich abwechselt, wäre es ja immer noch, dass man sich steilt.
01:01:34: Der
01:01:34: Versuch
01:01:35: ist ... Genau!
01:01:35: Das versuchen wir, würde ich behaupten zu Hause.
01:01:40: Ich habe das erfahren, ich dachte vorher, wir machen Fifty-Fifty so.
01:01:43: Meine Frau hat auch immer gearbeitet also auf die Monate nach der Geburt und so.
01:01:49: aber da hab' ich als ich in die Eltern sein kann, ich kam ja viel später an die Elternzeit.
01:01:52: Also dann muss ich nochmal ganz kurz eine auch ein, wie sagt man einen Dings für die Iris Laufenberg
01:01:59: Eine Landzebrennung?
01:02:00: Ja, eine Landzebrechen.
01:02:03: Weil ich bin zu Iris gegangen und wir kannten uns noch gar nicht zur Iris ... Frau Laufenberg, ich weiß die starten jetzt hier aber ich muss jetzt ... Und ich möchte jetzt Elternzeit machen weil wir das Zuhause brauchen und weil ich das richtig finde und hat sie sofort gesagt Das macht das Ich werde dich hier vermissen sofort.
01:02:19: Da ist es schade dass du das machst Aber das fand ich total super und da gab's überhaupt keine Diskussion.
01:02:25: Auch als ich das dann um ein Jahr verlängert hab, bin ich wieder zu ihr gegangen und hat sie bisschen traurig geguckt.
01:02:29: Und war auch ein bisschen ... aha!
01:02:30: Aber er hat gesagt ja, weil es eben kaum einen Mann macht.
01:02:34: Ja aber wir müssen natürlich eigentlich so reden sprechen dass das die Normalität sein muss.
01:02:42: Na
01:02:43: klar!
01:02:44: Wenn wir als Gesellschaft weiter...
01:02:47: Der Witz ist, man muss diese Mischung finden aus dem Individuum was seine Bedürfnisse äußert.
01:02:51: Was ja jetzt gerade so aufkommt immer mehr, dass man das mehr äußern und dass man dafür den Mut aufbringt und auch das Becking hat im Gegenüber.
01:03:00: Und auf der anderen Seite sich halt auch die gemeinschaftliche Thematik zusammen anguckt wie kriegt man es denn dann irgendwie andere Sachen hin?
01:03:07: Also das ist ein besten Fall.
01:03:10: Das ist sehr anstrengend weil man sehr konkret hingucken muss immer aber so geben und nehmen Und in dem Fall, wo ich das jetzt gesagt habe.
01:03:16: Das mache ich jetzt so und dann kam ich wieder und dann steigt man halt voll mit diesem Monolog wieder ein.
01:03:21: Wo ich dachte, um Gottes Willen untersteine ich nach fünf Minuten auf der Bühne im Scheinwerferlicht und dachte so wir brechen das ganze Projekt hier ab wirklich!
01:03:28: Da hab' ich gedacht...
01:03:29: Während Publikum drinnen?
01:03:31: Ich hab durchgemacht diesen Text immer wieder und da habe ich gespielt und dann habe ich nach Fünf Minuten hingegangen klassisch wusste nicht mehr, wie es weitergeht.
01:03:39: Ich dachte was ist das für eine Hitze?
01:03:40: Die Klamotten passen nicht mehr!
01:03:42: Ich kann das jetzt nicht mehr lesen.
01:03:43: oder so ein Handy, so einen Text und der SMS.
01:03:45: Also bin weitsichtig geworden ich bin alt... ich schaffe das gar nicht mehr und gucke in dieser erwartungsvollen Gesichter.
01:03:52: und neben mir liegt mein Kollege sehr monolog aber wieder natürlich mit einem Kollegen, der zauberhaft ist, aber der halt leider nur im Bett liegt und äh im Koma isst und dachte so jetzt... Das kann nicht helfen!
01:04:01: Tut mir leid, das geht's leider nicht mehr weiter.
01:04:03: und dann habe ich mich da durchgewirkt Moment, und dann bin ich so reingekommen.
01:04:08: Aber Spaß ist anders!
01:04:09: Und da merke dich auch natürlich das ist eine Trainingsfrage, muss ich wieder reinkommen?
01:04:12: Ich muss das wieder üben, ich muss mich dem wieder aussetzen... ...ich muss jetzt schon auch wieder Vollgas geben.
01:04:17: Also wenn ich dann in ein Projekt gebe, dann gebe ich da auch voll alles rein was ich reingeben kann.
01:04:22: Ja, so habe ich dich auch erlebt bei SpiritUmbudask absolut.
01:04:27: Und aber auch als jemanden der im belangen Familie und so, dass auch ganz klar formuliert, Wenn man da wohin muss, wenn die Kita zu hat.
01:04:37: Wenn Dinge zu tun und Menschen
01:04:39: versorgt ... Ich weiß wie kompliziert das ist, wenn du als Spieleiter stehst und denkst heute wieder drei Leute, irgendwann platzt einem natürlich auch das Ding.
01:04:45: Und ich mach das dann nicht leichtfertig, sondern guck auch, dass ich sage, das nächste Mal geht meine Frau oder meine Mutter oder ein Babysitter-Mamma schon diese Verantwortung?
01:04:53: Das ist ja klar!
01:04:54: Das ist uns allen klar.
01:04:56: Aber sagen wir mal, dass Facebooks sind überhaupt zum Thema zu machen und ins Gespräch zu gehen und das so zu besprechen, wie das mit der Iris damals war.
01:05:05: War schon toll.
01:05:06: aber da merke ich halt auch wenn es da jetzt hieße irgendwie aus irgendeinem Grund dann fliegst du halt raus Dann würde ich sagen ja, dann gehe ich.
01:05:14: Also ich bin ja auch der Meinung dass es gerade eben von den Vätern extrem kommen muss weil uns zwar nicht nur in unseren Betrieb sondern eben in jeder Branche Also so lange, dass eben diese verborgene Arbeit bleibt.
01:05:32: Die dann von Frauen geleistet wird und wir dann weiter irgendwie jetzt eine Regierung haben die sagt Wir müssen den acht-Stunden-Tag wieder abschaffen Und gleichzeitig wird in Bildung Betreuung alles gestrichen und man wundert sich das die Geburtenrate stagniert und so.
01:05:46: Das ist ja wirklich so.
01:05:48: Es kann eigentlich nur dadurch funktionieren, dass alle Väter oder männlich gelesenen Personen eben diese Verantwortung auch übernehmen in der Gesellschaft und sagen, dass man ist gemeinsam.
01:05:59: Aber solange natürlich nie jemand in einer Vorstandssitzung oder sonst wo oder ein Pitch, der um achtzehn Uhr gemacht werden muss, sagt die Kita schließt aber um sechzehn uhr.
01:06:08: also eigentlich müsste ich jetzt gerade schon auf dem Weg sein.
01:06:12: bleibt das dann so thematisch auf Frauenseite so hängen
01:06:14: wollen.
01:06:14: Es war ein Thema des Patrick Harz natürlich.
01:06:16: was dann auf im letzten Ende sich mit Regisseurinnen zu tun?
01:06:18: da sind die Kinder ja auch.
01:06:19: Kinder sind groß.
01:06:20: Da heißt jetzt du, das verstrenkt man auch gleich wieder.
01:06:23: Also es verschwindet wieder dann im Kosmos und dann denkt man so okay was ist denn los mit dir?
01:06:27: Warum können wir nicht mal ein bis siebzehn?
01:06:29: Wir sind doch hier verrückte Schauspieler da machen bis achtzehn Uhr und sag ich so nee da kommt der Bus!
01:06:33: Da steigt mein Sohn mit rotem Kopf aus und steht an der Martin Luther Straße.
01:06:36: Da bin ich beim Bus deswegen gehe ich jetzt.
01:06:39: Da hätte ich ja ... Hatt ich das als Spieler auch verändert?
01:06:43: Ja.
01:06:43: Weil, ich fand, wir haben jetzt ... Das gab aber jetzt viel.
01:06:46: Wie denn, erzählt!
01:06:48: Ich würde noch mal eben zu The Spirit and the Dusk, da haben wir uns erst kennengelernt in der Arbeit.
01:06:53: Nun hat es dann auch viel mit Kindheit zu tun.
01:06:55: Es geht um Kindesverlust und auch du verlierst an diesem Abend ein Kind.
01:07:00: Das ist für mich einer der berührendste Momente.
01:07:02: An diesem Abend würdest du sagen, das war für dich jetzt nochmal anders nach ... dem Erleben der Vaterschaft auch?
01:07:10: Ja, natürlich.
01:07:11: In den speziellen
01:07:12: Fallen und allgemein
01:07:13: ... Ich glaube halt alle Erfahrungen gibt es zur Grunderfahrung die kann man sich ja nicht imaginieren.
01:07:18: wenn du mit jemandem redest der jetzt noch keinen nahestehenden Menschen verloren hat dann weißt du nicht wie das ist.
01:07:24: also wenn du dann weiß man dass nicht.
01:07:26: das muss man halt.
01:07:27: diese Dinge muss man erleben oder jetzt mit einem Kind oder so.
01:07:30: ich hätte das nie so.
01:07:31: vielleicht hättest du auch so wer weiß auf der Bühne stattgefunden hätte, da auslöst es ja auch noch was anderes und was man selbst empfindet.
01:07:38: Aber ich habe schon das Gefühl, ich kann in andere Ecken reingehen weil ich mich da inzwischen viel besser auskenne und weil ich eine andere Verbindung damit hab.
01:07:49: Auch einfach um was es mir im Leben geht.
01:07:50: letzten Endes Und ehrlich gesagt diese Erdung würde ich jetzt mal sagen weg von diesem Stürmer und dränger jugendlichen Helden oder whatever, du da am Anfang immer spielst.
01:08:01: Und so im Unterhochspannung stehst ... Und mir ein Regisseur sagt, du musst dir zumindest die Hand brechen!
01:08:06: Wenn du nicht die Hand brichst, wenn du gegen die Tür schlägst, dann bist du gar nicht richtig drin.
01:08:10: Also diesen ganzen Scheiß, wo man halt erwachsen wird und mal denkt, ne, investiere dich bitte aber halt auf eine kluge ... Von mir ist auch sehr ... ja, absolute Art.
01:08:21: Aber das geht nicht darum, dass du die Hand an der Tür brichest, ne?
01:08:25: Das ist nicht Investition aus meiner Sicht, das ist halt ein bisschen dämlich.
01:08:29: Oder nicht ganz durchstiegen worum es in den Beruf geht.
01:08:32: Der ist ja viel komplexer aufgeladen aber sozusagen was der Gorschmann gesagt hat wenn hier nicht sofort... Also wir brauchen einen.
01:08:40: jeder muss alles mit sich selber so investieren auf diesen Proben sonst haben wir nicht das Recht hier zu proben.
01:08:46: du musst hier hinkommen und sagen ich gebe ihr jetzt heute alles rein!
01:08:50: Das bedeutet aber nicht dass er
01:08:51: mir angeweckt wird.
01:08:53: Sonst fühlten wir, wenn nicht alle sofort tot umfallen auf der Bühne oder so.
01:08:57: Und das hat auch seine sehr höfliche freundliche Art, so gesagt immer solche Sätze wo man dachte ja und auf einmal hat man die Szene, hat man es sehr ernst genommen und quasi dadurch war eine ganz andere Höhe da an Spielverabredungen in dem Moment.
01:09:12: Ja fantastisch ist ne?
01:09:14: Aber du merkst sofort weil du denkst ach das ist... und dann wird's auf einmal natürlich richtig toll weil du einfach sagst okay jetzt Und zwar nicht krampf oder so, lustig war das dann auch mal.
01:09:23: Jetzt versuchst du nicht hierfür?
01:09:24: Uiuiui, jetzt fahr mal kurz durchatmen hier!
01:09:27: Oder zu viel Emotionen heult ja nur, sputzen sich mal die Nase bitte... Er hatte halt total im Griff ein Gefühl was man da kommt und da habe ich mich quasi einfach immer so reingegeben und alles getan was ich konnte.
01:09:42: und jetzt merke ich so langsam wenn ich älter werde und auch in einem Verhältnis zu meinen Kindern Betraue ich eher Leute und vor allen Dingen auch Männer, die dieses Gefühl was auch sehr anstrengend und wahnsinnig anstreggend und nervend aufreimt und alles ist mit diesen Kindern.
01:10:00: Aber was da über so einen langen Zeitraum entsteht wenn du wirklich Verantwortung übernimmst und nicht nur Organisation oder Geld verdienst?
01:10:07: Alles prima!
01:10:07: Auch brauche man auch Männer die schönen Geld verdienen aber auch Frauen die schön Geld verdient am besten gleich viel wie Männer.
01:10:13: Aber das ist ja am Ende der Kern dass du dass da was aufknackt bei den vor allen Dingen beim Männern, weil wir das einfach meine Generation auf jeden Fall noch nicht.
01:10:23: Da einen Zugang haben guten zu ihrem Ganzen, was da so los ist und es auch der permanente Kampf mit deinen Kindern, weil das alles triggert natürlich in dir.
01:10:31: Du bist die ganze Zeit getriggert durch diese Kinder.
01:10:34: Das heißt also komm mal schön mit dir selber ins Gespräch!
01:10:39: Und dann kannst du mit deinen Kindern ins Gespräch kommen und dann bist du natürlich auch ein besserer Schauspieler, weil das ist ja unser... Also wenn wir jetzt im Psychologischen Sinn argumentieren und nicht nur im Diskurs Theater unterwegs sind.
01:10:49: Wenn du halt als Mensch oder irgendwie auch als Schauspieler da was suchst, dann ist das ja meine Basis.
01:10:57: Absolut!
01:10:58: Jetzt hätte ich eine allerletzte Frage.
01:11:01: Ich wollte schmerzen, falls du nicht eine andere noch hast.
01:11:03: Ich habe auch zehn Tausend andere Fragen.
01:11:05: Du kommst einfach nochmal.
01:11:08: Der ganze Zettel ist noch voll.
01:11:10: Während du geredet hast noch tausend anderen Fragen aufgeschrieben.
01:11:13: Ja toll!
01:11:15: Meine Frage wäre noch ob du anschließend an das was du gerade gesagt hast auch für dich so ne Verantwortung siehst in den Stoffen die du machst und die Rollen die auswählst weil sich das ja auch eben verändert hat in den letzten Jahren dass Männerbild des Frauenbild und ob du da eine große Aufmerksamkeit drauf hast, weil du sagst ich möchte auch so Geschichten eben anders erzählen.
01:11:41: Also mir geht es zum Beispiel so, oder da glaube ich gibt's einfach so Sachen die ich vor zehn Jahren noch gespielt hätte, die mich jetzt nicht mehr interessieren, wo ich sie sage ne dann bin ich irgendwie darüber hinweg einfach in der Nation
01:11:54: Ja würde ich schon auch sagen also ich habe kein konkretes Beispiel.
01:11:57: aber Ich versuche auch diesen Figuren, die ich dann so spiele schon was anderes mitzugeben.
01:12:04: Eine andere Farbe halt einfach mitzugehen zum Beispiel also wenn das geht im Rahmen.
01:12:08: aber ich darf jetzt halt auch andere Figuren spielen und merke es auf einmal.
01:12:11: ach jetzt komme ich langsam an in so Figuren wo ich denke ah ist es nicht mehr ferdinant ne?
01:12:18: Das habe ich schon lange lange Jahre Klavigo und so diese Figuren.
01:12:21: Also Hamlet ist nochmal eine Ausnahme Aber Trigorien war schon toll Das war ja auch schon eine Figur, die sehr gebrochen war.
01:12:28: Oder jetzt, ich finde das bei Spirit and the Dust, spiele ich so wahnsinnig gerne weil dieses Dilemma was man hat ist einfach ein anderes als das Kind zu spielen also als... Ich sehe dann immer den Lenzi vor mir, der Lenz Moretti, der das ganz toll spielt und denke so Ja, das hätte ich jetzt von paar Jahren selber noch gespielt Und ich verstehe, auch das habe ich damals gerne gemacht.
01:12:50: Das hab' ich super befunden und jetzt denke ich so aber für mich ist es vorbei und das ist auch gut.
01:12:55: Gott sei Dank!
01:12:57: Weil jetzt darf ich in diese Feder oder auch in die Rollen wo's halt um andere Themen geht... Ja, die haben andere Erfahrungen sind schon ein Schritt weiter.
01:13:06: Man wird ja auch erfahrungsreicher und die will man ja auch ausschöpfen dürfen.
01:13:10: also braucht man auch die passende Rolle dafür sonst ist das Kleid zu
01:13:13: klein.
01:13:13: Genau, genau.
01:13:15: Ich möchte mal an dieser Stelle Werbung machen für deine Serie frier und fünfzig.
01:13:20: Und du
01:13:20: den Ex von Annette Frier spielst!
01:13:23: Das ist so lustig.
01:13:24: ich habe ja nur die ersten drei Folgen gesehen aber es ist so großartig.
01:13:28: Ach
01:13:28: schön das freut mich.
01:13:29: Das ist wirklich ganz ganz toll.
01:13:31: Ja weil das ist auch eine Serie dies... Die wirklich das mal aufgreifen, die halt wo eine Frau in einem Wechseljahr im Inberuf und so weiter auch so prominent.
01:13:41: Das spielt sich ja selbst ... Absolut!
01:13:43: Und auf ne sehr lustige Art.
01:13:44: trotzdem aber ne sehr zugespitzte und sehr puhontierte und finde ich auch also die Bücher sind ganz tolle und nette ist ja auch ne Wahnsinns Schauspielerin übrigens da is ja bei uns buff wie die das alles als quasi Showrunner-Runnerinnen und so wie du das alles macht und spielt Verkörpert, ganz toll.
01:14:01: Ja, freu ich mich sehr
01:14:02: darüber.
01:14:03: Große Empfehlung an uns auf Zogleraschafts.
01:14:05: Auf Dewing!
01:14:05: Kann
01:14:05: man das ... Ganz umsonst?
01:14:07: Einfach nur die App runterladen und klick!
01:14:10: So jetzt haben wir hier noch eine kleine Kiste.
01:14:12: Ich muss nochmal ganz kurz was anderes fragen weil wie es immer so ist Weil du vorgesagt hast, ich weiß jetzt um was es geht Ist das nicht auch eigentlich ein ganz tolles Gefühl?
01:14:20: Naja also das hab' ich das gesagt, ich weiss um was's geht oh Gott
01:14:23: Nein, jetzt weiß man ja auch manchmal um was es geht.
01:14:25: Doch das ist was Schönes!
01:14:26: Ich glaube
01:14:26: die Beträge, sagen wir mal so... Es gibt bestimmte Beträge wo man... Nimm's
01:14:29: nicht zurück.
01:14:30: ich fand ganz toll wie du es gesagt hast weil ich würde es genauso sagen und da isst man doch.. Ist es nicht eigentlich geil zu wissen was man will und was man kann?
01:14:36: Ja also ich sag mal so ein Grund-Dings Also eine Grundkompass würd'ich sagen und dann weiss ich meine Kinder sind sinds halt genau.
01:14:46: Das
01:14:46: ist doch geil!
01:14:47: Und meine
01:14:47: Familie, also meine Frau auch.
01:14:48: Aber das ist das Ding und natürlich Romort sind wir, wenn die das hören werden, die jetzt schmunzeln und sagen ja schön-schön aber trotzdem immer noch ganz schön viel hast du es ganz schön viele Hochzeiten am Köcheln so?
01:14:58: Das ist auch so, aber trotz allem würde ich immer sagen... Ich versuche das so zu machen dass mein Lebenszentrum ist.
01:15:07: So
01:15:10: jetzt haben wir letzte Karte.
01:15:12: Wir haben doch da sowas geschrieben.
01:15:14: So kannst du viele Fragen noch, das ist die letzte Frage immer.
01:15:18: Da ziehst du einer und da musst du ziehen ... Ich hab mich geschrieben auf die Karten meiner Mutter an.
01:15:28: Eine kurze Knappe Antwoch für die letzten Frage?
01:15:31: Hamburger!
01:15:34: Ich muss auch meine Brille in Wärme erledigen.
01:15:38: Bist Du als Privatperson?
01:15:39: hast du gerade gelacht?
01:15:41: Nein, weil du auch siehst.
01:15:41: Ja ich habe
01:15:43: ja eine Brille aber die ist nicht dabei.
01:15:46: Bei DM kann
01:15:46: man welche.
01:15:47: Oder bei Rossmann?
01:15:48: Ja,
01:15:48: Rossmann geht auch!
01:15:50: Bist du als Privatperson oder Spieler reiferweiter freier und tiefer?
01:15:56: Als?
01:15:57: Also bist du eher als Privatsperson, reifer weiter freie und tieffer oder als Spieler?
01:16:02: Oh boah
01:16:03: krass Halleluja!
01:16:06: Das hast Du gezogen.
01:16:06: Und knapp.
01:16:11: Als Spieler wahrscheinlich.
01:16:13: Danke dass Du da warst.
01:16:16: Leider, als Spieler.
01:16:18: Es war sehr schön!
01:16:20: Danke für die Einladung.
01:16:21: Jetzt darfst
01:16:21: du hier noch den letzten Jingle?
01:16:24: Damit geht's
01:16:36: raus.
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