Kantinengespräch #12: Sarah Bakenhus, Besucher*innenservice

Shownotes

Sarah Bakenhus aus dem DT Besucher*innenservice ist der lebende Beweis, dass man nicht mit Theater aufwachsen muss, um dort Heimat zu finden: Geboren in Berlin-Friedrichshain führte sie ihr Weg erst in den Abenddienst des Deutschen Theaters. Schließlich brach sie ihr Studium vorzeitig ab, um ihre Zukunft am Theater zu gestalten. Immer ein offenes Ohr für alle Publikumsanliegen, gibt es nichts, was sie noch nicht gesehen hat.

Im Deep Talk mit Abak Safaei-Rad und Julischka Eichel erzählt sie, wie sich die Besucher*innenschaft des Deutschen Theaters über die Jahrzehnte gewandelt hat und warum sie auch nach zahlreichen Begegnungen des Beratens nicht müde wird.

Moderation: Julischka Eichel und Abak Safaei-Rad Schnitt: Deutsches Theater Berlin Musik: Sven Michelson Foto: Joachim Gern Redaktion: Deutsches Theater Berlin

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00:00:02: Kantingespräche mit

00:00:04: Abak Safererath

00:00:05: und Juliske Eichel.

00:00:28: Herzlich willkommen zu Kantingesprüche mit

00:00:31: Abaks SaferERath

00:00:32: und Juliuske Eichele!

00:00:33: Und heute haben wir Sarah Bagenhus bei uns, herzlich Willkommen!

00:00:37: Wir freuen uns sehr!

00:00:39: Vielen Dank für die Einladung

00:00:40: Sarah, du musst mir direkt helfen.

00:00:42: Weil als wir das Vorgespräch hatten... Da hast du mir erzählt in deinem Vertrag steht drin dass da Billierkassieren drinsteht und auf der Internetseite steht BesucherInnen-Service mit Arbeiterinnen.

00:00:56: Was ist jetzt die genaue Bezeichnung?

00:00:59: Und was steckt dahinter?

00:01:01: Du fängst gleich mit den richtigen Fragen an Genau.

00:01:07: Es ist halt so, dass ich in den Vertrag im Jahr two-thausend sieben unterschrieben habe als BA Kassierin und sprich ich arbeite einer Theaterkasse hier im Deutschen Theater.

00:01:19: Mitarbeiter im Besucherservice wie es jetzt auf der Webseite steht hat aber auch seine Richtigkeit weil wir Kolleginnen halt eine Theaterklasse vor Ort oder besser gesagt vor Ort arbeiten, aber auch mehr der wie in einem Hintergrund im besucheren Service.

00:01:38: Wo wir hat mehr die E-Mails bearbeiten, Telefon annehmen und dergleichen.

00:01:43: Beekas Hirarin klingt ganz toll!

00:01:45: Das klingt eigentlich aus so einem Horwartstück oder?

00:01:48: Stimmt das finde

00:01:48: ich auch.

00:01:49: Es passt so zur Theaterwelt

00:01:51: hier und würde auch... Entschuldigung,

00:01:53: dass das stimmt ja.

00:01:56: Du bist seit zwei Tausend Sieben am Deutschen Theater.

00:01:59: Du bist doch schon viel früher, oder?

00:02:02: Und als was warst du da?

00:02:04: Ich hab hier im Abenddienst angefangen.

00:02:10: Da sind ja immer Damen lassen die Leute rein und machen auch immer die schönen roten Sitze, befreien sie doch von diesen Tüchern.

00:02:20: Ja, ich seh die immer wenn ich mach ja Texte vorher kurz auf der Bühne und plötzlich kommen da immer so zehn Menschen rein, junge Menschen meistens.

00:02:30: Es gibt einen ganz tollen Ton, wenn die das machen.

00:02:32: Die schleichen so rein und machen die Tüche immer runter?

00:02:34: Entschuldigung, ich muss ganz doof fragen, sind da immer Abdeckungen auf den Sitzen?

00:02:38: Ja!

00:02:38: In der Regel ja nach den Vorstellungen, wenn nächsten Tag wiederum eine andere Vorstellung auf dem Spielplan steht, weil das heißt ... Da werden auch Umbaumaßnahmen oder die Bühne muss eingerichtet werden unter Gleichung um das Polster zu schützen.

00:02:52: Verstaubt und verdreckt werden.

00:02:54: halt Die sitzt rein im Paket und dem ersten Rang nach der Vorstellung oder in der Krammer halt das Paketscheid abgedeckt mit Tüchern.

00:03:04: Und dann immer vor.

00:03:04: Das

00:03:05: ist mir noch nie aufgefallen!

00:03:07: Ist das nur ein schönem Osten im DT so oder auch in der

00:03:10: Kamera?

00:03:11: Ja, und dann machen sie ja auch immer die

00:03:12: Nummern

00:03:13: hin für die Sitze... ...und zum Beispiel auch wo diese Flöße sitzt

00:03:17: wie die Numern hin für den Sitz.

00:03:18: Du weißt auf einer Reihe Eins-Sitz Fünf, da kommen die mit, haben einen Tablett in der Hand und dann kommen hier die ich weiß nicht aus was das ist aber schöneres Metall, so sieht es aus Und klicken die doch da immer so rein?

00:03:33: Wieso

00:03:33: sind die Nummern nicht immer drin,

00:03:35: ich weiß es nicht.

00:03:37: Sarah, weißt du das?

00:03:37: Ich werde öfters mal auf den Saatplan schauen oder ins Publikum schauen vielleicht.

00:03:43: Weil zum Beispiel in Bt haben wir ja acht zehn Reihen aber wenn Vorstellungen haben wo nur fünfzehn Reihen im Verkaufs sind werden die ersten drei Reihen ja ausgebaut und damit vorne die Reihe eins auch immer die Reihaeins ist werden an der Seite halt die Reihen.

00:04:00: Ja, sie ist so gut dass du da bist Sarah.

00:04:02: So wissen wir jetzt mehr.

00:04:03: Oh

00:04:03: mein Gott man lernt nie aus!

00:04:06: Und Sarah sag mal du bist ja nicht mehr direkt oder immer an der Kasse sondern im Büro.

00:04:12: eher hast du gesagt.

00:04:13: Nein im Hintergrund aber ich sehe dich eigentlich immer unter dem Publikum und ich sehe Dich eigentlich immer und Du guckst

00:04:20: auch

00:04:20: ganz viel Theater oder?

00:04:24: Hat dich Theater schon jemand interessiert?

00:04:26: Oder wie bist du, hattest du einen Wunsch an das Theater zu gehen oder ist es so passiert?

00:04:33: Letztes.

00:04:34: Ich sage immer gerne ich bin quasi durch die kalte Küche hier ins Deutsche Theater gekommen.

00:04:39: Sprich ich habe gar nicht den Wunsch gehabt irgendwie im Theater zu arbeiten.

00:04:43: mir war das auch gar nicht als Arbeitsfeld als solches irgendwie bekannt Sondern es war halt, dass ich halt zu Beginn meiner Studium seit Anfang zwanzig ein Praktikum gemacht habe und dort war eine andere auch Praktikantin die mir den wertvollen und später wie sich herausstellt der zukunftsweisen Tipp gegeben hat.

00:05:03: Dass man hier im Abenddienst arbeiten kann um halt als Studentin was dazu zu verdienen.

00:05:08: Was hast du studiert?

00:05:11: Ich hab angefangen mit Erziehungswissenschaftteigebiete des Rechts und Soziologie.

00:05:16: Aber ich habe das Studium, um es vorweg zu sagen nicht abgeschlossen.

00:05:19: also ich hab mein Zwischenprüfung bestanden bin dann aber quasi hier im Theater

00:05:25: hängen geblieben.

00:05:26: Hänge

00:05:27: gebliebt?

00:05:27: Habe

00:05:28: hier den Wunsch gefunden auch hier zu arbeiten und habt das Studim auch unter anderem deswegen nicht fortgesetzt.

00:05:34: Das heißt du hattest von Haus aus nichts mit Theater zu tun

00:05:39: In dem Sinne nicht.

00:05:40: Wo bist Du aufgewachsen?

00:05:41: In Berlin?

00:05:42: Ach, du bist

00:05:44: Berlinerin.

00:05:44: Wo

00:05:44: bist du in Berlin aufgewachsen?

00:05:45: Ich versuche

00:05:46: gerade nicht zu berlinern.

00:05:48: Ich bin in Berlin bei Zahn groß geworden.

00:05:50: Genau, Friedrichsheim geboren.

00:05:52: Bei Zahn größtenteils aufgewachsen.

00:05:55: und

00:05:56: genau meine Theatererfahrung davor waren vielleicht vereinzelt meiner Schule.

00:06:03: Und wie sich dann heute raus stellte als ich hier im Abenddienst angefangen hat war das da eine Schnittstelle zu meiner Oma Die mir dann immer erzählte, dass sie in der Staatsbibliotheke arbeitet.

00:06:14: Dass sie nach der Arbeit mal leidenschaftlich gerne ins Theater gegangen ist und vor allem ins Deuteteater.

00:06:19: Und das war so ein Angriffspunkt, weil sie mir von Inszenierung erzierte, die Sie damals begeistern haben oder Jahre danach noch eine Erinnerung geblieben sind und auch von den Schauspielerinnen erzählt hat ... die sie auf der Bühne erlebte.

00:06:37: Und als ich es in den ersten Jahr eingefangen habe, gab es ja noch einige von den Kolleginnen hier auf der bühne zu sehen wie Dieter Mann, Inge Keller und Chris Grashoff.

00:06:49: Ich kann jetzt alle Namen gar nicht aufzählen.

00:06:53: Das war halt schön weil wir da rüber halt dann auch immer wieder ins Gespräch gekommen sind.

00:06:57: oder so ein Anknüpfungspunkt und für Sie war das...

00:07:02: Hat sie das noch mitbekommen dass du am Theater am Deutschen gearbeitet hast?

00:07:06: Und was war dein eigentlicher Berufswunsch?

00:07:08: Also, was hattest du vor mit deinem Studium.

00:07:12: Kann ich gar nicht so genau sagen weil es verschiedene Gründe gab warum ich jetzt glaube ich nicht so zielgerichtet war.

00:07:18: aber sie Zukunft betreff das war schon der Wohnungsrichtung irgendwie zu finden um mit Menschen zu arbeiten also in eine soziale Richtung das würde ich schon behaupten

00:07:31: Da ist ja Theater ein guter Ort für.

00:07:32: Genau,

00:07:34: und daher am Ende des Tages ist es gut so wie's ist.

00:07:37: Ich bin halt quasi den Weg gegangen und bin sehr glücklich damit.

00:07:42: Hast du dann von Anfang an ganz viel geschaut?

00:07:44: Also hatte ich sozusagen diese Theateratmosphäre direkt irgendwie aufgesogen, dass du dann auch irgendwie gedacht hast, ich will das immer sehen.

00:07:52: oder war das am Anfang einfach ein Job?

00:07:56: Ich würd schon sein, als es zum nächsten Job war weil auch einfach mit diesem Ort als solches erst mal vertraut machen musste oder der mir schon fremd war.

00:08:06: Mir ist das Jahre später aufgefallen, dass mir eine Freundin mal zum Geburtstag harten geschenkt hat und irgendwann dämmerte es mir, dass es das Deutsche Theater war nachdem ich hier schon ein, zwei Jahre gearbeitet habe.

00:08:17: Daher würde ich sagen, Schleichnerprozess.

00:08:21: Aber es hat sich entwickelt, dass ich ja schon erst die Inszenierung gehört habe einfach weil man bei den Vorstellungen vor der Tür sitzt.

00:08:31: zum Beispiel Emilia Galotti wusste mal ganz genau ah die dritte Musikeinsatz jetzt ist gleich nach einlass also

00:08:39: die

00:08:39: Stimme vom Marke Benducat und all das fällt mir dabei so ein.

00:08:45: Und irgendwann kam die Neugier zu sehen, was sich drinnen stattfindet.

00:08:52: So dass ich dann auch ins Theater gegangen bin.

00:08:55: Könnt ihr eigentlich ... Darf der Abenddienst eigentlich, wenn Plätze frei sind, sich reinschleichen rein sitzen?

00:09:01: Oder darf uns nicht machen?

00:09:04: Du

00:09:04: musst darauf nicht

00:09:06: antworten.

00:09:06: Die Kollegen vom Abenddienst haben wohl auch die Möglichkeit, günstig wie die Kollegen, die fest hier im Haus angestellt sind ins Theater zu gehen.

00:09:14: Einfach um halt auch Auskunft geben zu können und wenn's am Abend selbst diese Situation zulässt dann wird es auch mal während der Arbeit möglich sein.

00:09:25: Aber du guckst jetzt alle an ne?

00:09:27: Alle Abende, die du sozusagen...

00:09:29: Alle würde ich nicht sagen.

00:09:30: also ich versuche so viel wie möglich zu schauen.

00:09:35: Ich versuch jetzt doch mehr, auch in die Primären zu gehen.

00:09:38: Weil ich feststelle, dass sonst im Laufe der Zeit sich das dann doch mal schwieriger gestaltet, wenn man so nachschauen will und halt auch einfach um irgendwie ein Gefühl dafür zu bekommen.

00:09:48: natürlich ... Die Stimmung auch nicht?

00:09:51: Aber ich schaff trotzdem bei Weiten nicht alles!

00:09:53: Und da ist ja immer noch der Wunsch groß, dann irgendwie auch in andere Häuser zu gehen irgendwie also...

00:09:57: Also den hast du auch

00:09:59: allgemein

00:10:00: in Berlin sein

00:10:01: zu

00:10:01: sehen?!

00:10:01: Also mittlerweile, jetzt nach über von zwanzig Jahren bin ich doch leidenschaftliche Theatergängerin, würde ich sagen.

00:10:08: Das ist schön!

00:10:10: Wir haben uns letztens auch in einer anderen Produktion gesehen.

00:10:12: Genau.

00:10:13: Das fand ich wirklich...

00:10:14: Wo habt ihr euch gesehen?

00:10:16: In so vielen Sehien haben wir uns gesehen.

00:10:17: Bei Liegenlernen, was Fritzi Haverland und Mike Droste gemacht haben.

00:10:21: Da haben wir getroffen, was ich ganz schön fand, sich außerhalb mal zu treffen und zu quatschen.

00:10:25: Ich muss etwas dazu sagen.

00:10:27: Sarah ist mir begegnet zum ersten Mal wo wir uns eigentlich wirklich kennengelernt haben und hat sich natürlich immer so gegrüßt.

00:10:33: Aber ich musste ganz schnell was mit Karten regeln und niemand war da.

00:10:37: Und dann bin ich zu dir, stand eine Stunde zwischen deinem Büro und dem Gang, weil wir uns plötzlich über Theater unterhalten haben.

00:10:46: Wir waren als Hildensager, das ist jetzt schon abgespielt

00:10:49: ...

00:10:51: Ich war extrem beeindruckt!

00:10:54: So ein schönes Gespräch hatte ich lange nicht mehr über Theater.

00:10:57: Ein fundiertes, tiefgründiges ... Das hat mich wirklich ... sehr beeindruckt.

00:11:03: Und ich habe immer das Gefühl, wenn ich wirklich wissen will wie

00:11:06: ein Stück ist,

00:11:07: gehe ich zu dir hin

00:11:08: und frag

00:11:09: dich.

00:11:10: Fragen dich die Zuschauer auch was sie ob du ihnen Tipp geben kannst?

00:11:15: Wenn die anrufen oder vorbeikommen.

00:11:17: oder hat sich das generell verändert?

00:11:19: wegen online und so Zeug

00:11:22: Viele Fragen im einen.

00:11:24: Ich fange mal mit den Netzen an, es hat sich definitiv verändert.

00:11:28: Ich hatte erst gestern das Gespräch auch mit einem Kollegen, weil wir waren zusammen in der Theaterkasse und haben da festgestellt dass natürlich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren sich das enorm verlagert hat von denen die Leute zum Vorverkaufsbeginn vor Ort wirklich an die Kasse gegangen sind, sich eine Schlange gebildet hat...

00:11:50: Das war so!

00:11:51: Das war bis zum Vorplatz oder noch zu Zeiten von Emilia Galotti.

00:11:57: Wird die ja wohlfundundund, dass sie bis die Schumannstraße hoch zur Luisenstraße standen?

00:12:03: Das war ein Event!

00:12:05: Genau da waren natürlich aber die Möglichkeit über den Webshop zu kaufen noch nicht so ausgeprägt wie jetzt.

00:12:11: oder man hat das einfach in seinem Kaufverhalten auch noch nicht übertragen.

00:12:15: und das merkt man schon dass die Leute weniger vorbeikommen, weniger anrufen sondern mehr schreiben.

00:12:23: Und stellen sie dann da auch Fragen zu stücken?

00:12:25: Wie Sie früher zum Beispiel an der Kasse vor Ort gestellt

00:12:27: hätten?

00:12:28: Eher weniger weil würde ich jetzt weniger behaupten also Ich würde es nicht ausschließen aber ist jetzt nicht quasi das Hauptsächliche Sondern da gibt's eine ganz klare Bestellung.

00:12:43: Es hat vorn Nachteile die Entwicklung.

00:12:47: Der Nachteil war vor zehn, fünfzehn Jahren, dass man manchmal so nach acht Stunden Kasse wirklich rausgegangen ist und der Gesprächsbedarf war einfach gedeckt.

00:12:57: Weil man einfach so viel telefoniert hat und so viele Gespräche geführt hat, dass auch teilweise gar nicht mehr die Ruhe hatte für das einzelne Gespräch.

00:13:07: Das ist der Vorteil jetzt, dass dann doch mehr Zeit dann auch hat oder ... für dieses Gespräch als solches.

00:13:20: Man bekommt dann auch gestern einen Anruf bekommen von der älteren Dame und das fand ich auch zu

00:13:23: tauberhaft.".

00:13:24: Sie meinte, sie ist Jahrgang einundvierzig.

00:13:27: Sie hätte sich mit der Tochter unterhalten und erinnerte sich einer Inszenierung von Besuch der alten Dame und wollte jetzt auch noch mal rausfinden ob ihre Erinnerung sie trügt, ob neben Kurt Böwe auch Inge Keller gespielt hätte.

00:13:38: Dafür hat sie angerufen?

00:13:39: Genau

00:13:39: das ist ja

00:13:40: großartig ich liebe es!

00:13:41: Genau und das war einfach schön irgendwie weil man ... Ich konnte ihr zwar in dem Sinne nicht sofort Auskunft geben aber ich habe dann das Internet.

00:13:48: dank des Internets habe ich schnell recherchiert und konnte ihr das bestätigen.

00:13:52: Und dann hat man noch mal ein paar Minuten einfach vor Theater sich unterhalten.

00:13:56: Sarah, hast du noch mehr Anekdoten?

00:14:01: Sehr schön!

00:14:01: Was war denn zum Beispiel der verrückteste Anruf, den Du je hattest oder das verrückteste Gespräch?

00:14:08: Das finde ich, es lässt sich ja immer so schwer sagen.

00:14:10: Ich bin glaube auch nicht gut daran so zu erinnern.

00:14:15: Jetzt in dem Moment ansonsten ... Verdräng' ich auch gerne.

00:14:20: Aber genau, deswegen kann ich das jetzt gar nicht so abprobieren...

00:14:23: Werdet ihr zum Beispiel manchmal auch beschimpft an der Kasse?

00:14:27: Weil sich Zuschauerinnen über eine Inszenierung oder so aufregen?

00:14:31: gibt es das Frustentladung?

00:14:35: Sicherlich!

00:14:36: Also da kann man die Kolleginnen vom Armdienst fragen.

00:14:40: Das sind auch Erinnerungen, die ich habe, dass sie wohl oder anders angefangen, die ja meinen Dameleker-Chef Axel lösert dem ich auch viel zu verdanken habe, einfach beim Abenddienst was ich gelernt hab über Theater wie man sich da als Mitarbeiter zu verhalten hat.

00:15:00: Wie denn zum Beispiel?

00:15:00: Meinte er immer... Natürlich muss ich das nicht

00:15:01: sagen.

00:15:02: ...meint er sehr liebevoll.

00:15:04: wir sind die ersten und die letzten, die die Gäste sehen wenn sie ins Theater kommen.

00:15:08: und dass man diese Bewusstsein dafür haben sollte also wie man die Geste begrüßt, dass man auskunftsfähig sein muss hat uns regelmäßig befragt, so welches Stück spielen wir?

00:15:19: Welche Pause?

00:15:20: gibt's eine Pause.

00:15:21: Wer spielt mit?

00:15:22: und selbst wenn mir das nicht sofort aus dem FF sagen konnten sollten wir wenigstens in der Lage sein ums den Leporello zu nehmen und darauf hinzuweisen.

00:15:30: also einfach als Ansprechpartner.

00:15:32: und da hat man auch diverse Situationen erlebt wobei die Negativen doch einfach in der Minderheit sind.

00:15:42: deswegen Und da hat man's aber auch erlebt, dass natürlich ... und nicht natürlich.

00:15:47: Dass halt auch Zuschauer raus in den Türen knallend sich darüber bohst haben ab- und zu gibt es jetzt wiederum vielleicht einmal Zuschauer die einfach eine andere Erwartungshaltung hatten.

00:16:00: Aber ja das gehört auch irgendwie dazu.

00:16:04: Gab es hier in der Zeit, in der du da bist ein Stück, das so skandaltrechtig war oder so?

00:16:10: Das mal so richtig ... Ich war zum Beispiel letztes Jahr bei Sanktar in der Volksbühne von Florentino Holzinger.

00:16:20: Und da sind ... ist tatsächlich so eine Bibelgruppe aus Baden-Württemberg extra angereist und stand vor der Volks bühne, und hat aus der Bibel gelesen laut mit Megafon.

00:16:31: Das war wahnsinnig aufregend, weil das schon ... Also ich dachte, dass Theater das bewirken kann!

00:16:36: Die sind jetzt wirklich diese vielen, vielen hundert Kilometer gefahren, um mich davon abzuhalten, in dieses Stück zu gehen.

00:16:43: Und es war so aufregend und gehörte für mich eigentlich schon mit zum Abend.

00:16:46: Ich dachte, das erlebt man ja nur noch ganz selten.

00:16:49: Also früher auch mit Schlingen sief und so ... Aber jetzt gab's hier sowas mal am DT?

00:16:55: So einen richtigen Aufreger!

00:16:57: Oh Gott, fällt mir ad hoc nicht ein aber ausschließen mag man's ja auch nicht.

00:17:03: Mir fällt jetzt eher halt ein diese Zeiten von ... die ich eben ja schon kurz beschrieben habe, wo die Leute immer angerufen haben.

00:17:12: Wo es um Wanya ging, Virginia Woolf, also die Gosh Inszenierung, God Chef-Inszenierung ... Um halt Karten zu bekommen und dann immer wieder so wenigstens eine Karte.

00:17:22: Wenigstens einen.

00:17:23: Und man denkt, wenn wir was hätten, würden wir das gerne verkaufen?

00:17:27: Wie großartig!

00:17:29: Da war so ne drängende Not quasi.

00:17:32: Genau.

00:17:33: Also daran kann ich mich jetzt eher erinnern.

00:17:35: Und war das für dich?

00:17:37: Kannst du es nachvollziehen?

00:17:38: Hast du's gesehen und als sehr prägende Theatererlebnisse in Erinnerung?

00:17:44: Ja, ja.

00:17:45: Ich beschreibe das für mich auch, dass ich quasi ein Teil war Gottchef Gosch Kind bin.

00:17:51: Das sind die Inszenierungen von den Ressorten, die mich beim Sehen schon sehr geprägt haben in der Erinnerungen geblieben sind.

00:17:59: Und später kam halt auch Jette Steckel oder Anne Lenk dazu ... Oder Jérône Dröse.

00:18:06: Aber das waren so die ersten Inszenierungen, die ich gesehen habe und die mir einfach so stark in Erinnerung geblieben sind.

00:18:14: Die so halt vom Bauch rein sich zu hoch gearbeitet haben.

00:18:18: Und die auch deine Theaterleidenschaft sozusagen entfacht haben.

00:18:21: hier über das Arbeiten?

00:18:22: Genau.

00:18:24: Und wie ist dann... Wie ist es passiert dass aus diesem Studentin-Job eine Anstellung wurde und ein Lebensweg?

00:18:32: was?

00:18:33: Und du sagst, dass du glücklich bist?

00:18:35: Ich finde das möchte ich auch noch mal ganz genau wissen.

00:18:37: Weil es sagen wenig Leute, dass man sagt okay was macht mich hier glücklich?

00:18:41: Ja?

00:18:43: Oh je!

00:18:45: Ich habe halt sechs Jahre im Abenddienst gearbeitet und dann wurde eine Stelle in der Kasse frei.

00:18:52: Dann wurden die Mitarbeiterinnen vom Abenddienste gefragt weil das sind ja alles Kolleginnen, die sich schon auskennen, die die Wege kennen.

00:19:04: Dann habe ich mich beworben und hatte das Glück genommen zu werden.

00:19:08: Und dann habe ich den Vertrag unterschrieben.

00:19:19: Seit dem arbeitete ich hier.

00:19:24: Könntest du dir vorstellen an einem anderen Berliner Theater?

00:19:30: Wow!

00:19:31: Das

00:19:31: kam schnell.

00:19:34: Nein, nein also weil ich einfach auch mich sehr einfach mit diesem Theater als Ort verbunden fühle.

00:19:42: das ist es... Ich halt über all die Jahre wirklich diesen Ort auf wahnsinnig zu schätzen gelernt habe über die Begegnungen, die ich ja habe mit den Kolleginnen Mit den Gästen Und das für mich auch einfach so ein Ort ist, wo ich mich glaube ich auch so sicher und auch irgendwie ja sicher fühle.

00:20:06: Dass mir das nicht vorstellen kann, dass an irgendeinem anderen Berliner Haus ebenso sein zu können.

00:20:15: Das würde mir glaube ich sehr schwer fallen.

00:20:17: also... Also

00:20:18: zur Besuch?

00:20:18: Ja wenn man die Vorsorge einkommt?

00:20:20: Na klar!

00:20:20: Ohne Frage besucht man gerne die Kolleginnen.

00:20:23: Ich reagiere auch immer eher, wenn man sagt dann gehst du mal zu Konkurrenz.

00:20:28: Wo?

00:20:28: ich sage so nie überhaupt nicht, ich gehe in die Nachbarschaft.

00:20:31: Gepflegte Nachbarschafter?

00:20:32: Genau.

00:20:33: also ich würde das gar nicht so als Konkurrents.

00:20:36: Eröffnet sich ja auch was.

00:20:38: Wir sind ja so viele ist ja toll.

00:20:40: Ja von einem Endes Tages geht es halt um Theater.

00:20:42: So!

00:20:43: Ich finde das ganz faszinierend weil ich noch nie an einem Haus war, an dem ich eine starke Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Haus irgendwie so kennengelernt habe.

00:20:54: Und das war auch für mich ... Also an den Häusern, an denen ich bisher war, war auch immer eine höhere Fluktuation.

00:21:01: Ich hab auch selten ein Haus erlebt, wo so viele Leute

00:21:03: so

00:21:03: lange

00:21:04: dort arbeiten.

00:21:05: Ich kenne das mal vom Gorky Theater.

00:21:06: Ja und am Gorkytheater damals ist für mich die ... Hab ich die Idee oder den Wunsch bekommen einen Podcast zu machen?

00:21:15: Weil über eine Aktion mit Schülerinnen im Gorki Ein Gespräch hatte mit der Kollegin, die das Schulreferat ... Ich weiß gar nicht mehr, ob das so hieß.

00:21:28: Auf jeden Fall stellte ich im Gespräch fest, dass diese seit zwanzig Jahren am Haus ist und drei oder vier Intendanzen erlebt hat.

00:21:35: Und ich war völlig barf und fand das so spannend.

00:21:38: Und hab gedacht, darüber würde ich gerne mal sprechen.

00:21:43: Das zum Beispiel auch die Leute, das war für mich eine der ersten ... Also so eine starke Erinnerung, als ich hier am Haus war.

00:21:50: Und dann hab' ich ne Karte für irgendwas abgeholt an der Kasse und dann sprach mich die Kollegin von dir darauf an, dass wir bald Ulrike Maria Stewart machen und meinte auch sie sei schon ganz gespannt!

00:22:02: Das war ja damals so toll mit.

00:22:03: und dann Kollegin XY und die andere Inszenierung,

00:22:07: wenn ich wirklich ... Ich habe so kurz

00:22:10: Atemnot bekommen und habe gedacht Oh wow, okay.

00:22:14: Die nimmt total wahr was wir jetzt machen und setzt es auch im Vergleich zu etwas was vielleicht vor fünfzehn Jahren war.

00:22:22: das hat mich.

00:22:23: Ich hab das

00:22:24: nicht nur das, sondern manchmal fragen Sie auch wie die Proben sind.

00:22:27: Also wenn man Karten abholt und sie sind auf ihm also... Mir hatte das öfters Gespräche mit deinen Kolleginnen aber auch mit dir, dass ihr eigentlich sehr informiert darüber seid, wie auch die Probe gerade laufen oder ob wir gut gelaun sind oder schlecht gelaunt wahrscheinlich.

00:22:40: Laufen wir immer geknickt oder fröhlich durch die Gegend?

00:22:43: Und das habe ich noch nie vorher erlebt!

00:22:45: Noch nie habe ich vorher so ein Gespräch an der Kasse mit einer Mitarbeiterin gehabt über eine Produktion, die ich mache Und das war wirklich auch so ein bisschen erschreckend.

00:22:54: Ich dachte, wow alle nehmen wahr, wirklich wahr was man tut und ich meine Juliska und ich wir waren zusammen an einem Theater, ich nenne jetzt keine Namen.

00:23:02: Wir wissen

00:23:03: doch schon alle uns zu.

00:23:05: Ich will nur eine kurze kleine Anekdote erzählen.

00:23:07: deswegen sage ich nennen kann Nicht den Namen der Stadt.

00:23:10: Und so kenne ich es bisher eigentlich, dass das eher wie Verwaltung ist und auch der Kontakt zur Kasse total anonym.

00:23:18: An diesem Theater an dem Besagten war das so ... Dass man eben die Karte ja vorher einreichen musste, die Dienstkarte.

00:23:28: Ich behaupte mal, dass ich nicht aus reinen Vergnügen abends ins Theater gehe in mein eigenes Haus, sondern dass das Arbeit ist.

00:23:35: Und wie wir wissen, weiß man nicht immer spontan.

00:23:37: Nicht im Vorfeld, weil man Zeit hat wegen Proben und dann musste man das aber immer eingereicht haben und wenn man abends an die Kasse kam, hat man wirklich keine Karte

00:23:46: bekommen.

00:23:47: Spontan!

00:23:48: Dann musste man den Abenddienst bitten dass er einen total illegal in die Vorstellung reinsetzt.

00:23:54: Wenn man aber es wirklich drei Tage vorher wusste und sich diese Karte reserviert hatte, die Dienstkarte.

00:24:00: Und dann an dieser Kasse stand und sein Dienstausweis aber nicht dabei hatte, hat man die Karte wirklich nicht bekommen.

00:24:07: Ich weiß noch in der einen Spielzeit hingen von uns so ganz große Porträtes im Plankatgröße im Foyerier.

00:24:15: Und ich stand wirklich an dieser Kasse und hab gesagt ... Aber dort hängt doch mein Bild!

00:24:20: Sie kennen mich doch!

00:24:22: Und sie hat mir wirklich gesagt Ich darf es nicht.

00:24:26: Ich

00:24:27: darf Ihnen die Karte nicht geben,

00:24:29: weil das ist auch so ein bisschen typisch da wo's war.

00:24:31: Also

00:24:33: ich hab nur mal alles vergleichen.

00:24:36: Welches Verhältnis man zur Kasse haben kann?

00:24:38: Das hat mich schon sehr beeindruckt.

00:24:40: hier dieses... Dass es wirklich ein Miteinander is'.

00:24:45: Das empfinden, KollegInnen zu sein und ich finde tatsächlich den Austausch.

00:24:49: wenn ich jetzt eben Steuerkarten oder Dienstkarten bestelle was ich meistens per E-Mail

00:24:55: mache, ist

00:24:56: das immer ein persönlicher Austausch.

00:24:58: Da kommt immer ein netter Satz, dass es immer ... Ich kannte das vorher nicht und finde das ganz

00:25:04: toll.".

00:25:06: Das hört man natürlich sehr gerne!

00:25:09: Aber ich find', das ist aber auch den Wert, den wir da hingehen haben, dass wir ja nicht nur eine Kasse in dem Sinne sind dass wir jetzt einfach nur eine Dienstleistung anbieten, also wir bieten die Dienstleistungen an ohne Frage.

00:25:30: Aber halt das ist halt auch ein Wert, dass wir hier am Haus angedockt sind und es gab ja nun auch in den letzten Zeiten aufgrund der Finanzlage immer wieder Überlegungen inwiefern man Dinge zusammenführen kann unter anderem die Theaterkassen.

00:25:49: Und da merken wir auch bei uns Kollegen dass es schon auch eine Unsicherheit mit sich bringt, wenn man das Gefühl hat, dass das nicht irgendwo als Wert angesehen wird.

00:26:00: Was man da als Arbeit anbietet und dass wir alle für uns schon sagen, dass wir das auch wertvoll empfinden, halt dass wir im Haus sind.

00:26:09: Dass ihr

00:26:11: alle kennt?

00:26:11: Dass

00:26:12: die Kollegen uns im Austausch sind, dass sie interessiert sind an der Arbeit, die hier stattfindet, an dem Ort ein... Und genau das ist, was wir wiederum den Gästen weitergeben können.

00:26:26: Wie bedroht ist das?

00:26:27: Also wie realistisch ist es, dass wir jetzt darüber Gedanken haben müssen und Sorgen haben müssen, dass es plötzlich eine Generalkasse gibt und nicht mal bei uns am Haus... Man muss vielleicht

00:26:36: für unsere Zuhörerinnen auch kurz erklären, dass durch diese Kürzung im Kulturbereich ... Gewerke zusammengelegt von den Theatern.

00:26:47: Das ist eben einen Bühnenservice gab, wo jetzt zum Beispiel verschiedene Theater sich die Kostümwerkstatt teilen.

00:26:55: und das ist jetzt glaube ich die Idee, die im Raum stand oder?

00:26:58: Dass man sozusagen wie ein Ticket-System für Berlin, für die Berliner Häuser einführt.

00:27:04: Für die Landesanscheiden... Ich kann es nicht genau sagen!

00:27:10: Ich hoffe einfach mal dass dem nicht mehr so ist Und genau, dass auch die Idee nicht weiter verfolgt wird.

00:27:20: Ich habe das jetzt wiederum für eine Kollegin, die aus Graz gearbeitet hat, die kennt es wiederum so, dass es da halt bei einer Zentralkasse gibt und für sie ist es halt auch neu, dass man im Haus halt die Kolleginnen hat und wir haben das eine Kollegin vom DT Jungen Sternchen.

00:27:37: mit ihr hab ich auch vier zu tun oder vier in Kontakt war ich ja auf vier für die Gruppenbuchung zuständig

00:27:43: bin

00:27:44: und sie dann auch noch mal erzählte, wie wertvoll sie das findet.

00:27:47: Dass ihr halt mit den Kolleginnen direkt vor Ort reden kann und sich austauschen kann.

00:27:51: Und mir geht es ja auch genau so dass ich das für mich total wertvoll finde zu sagen Ich weiß wenig anrufen kann ich weiß wenig ansprechen kann wenn ich eine bestimmte frage zu einer produktion habe dass man sich auf kurzen dienstwegen treffen kann dass Man auch einfach eine verbindung zu den neuten hat.

00:28:07: also es geht Ja nicht darum dass man mit dem die man hier trifft, so eine tiefe Beziehung eingeht oder dass das quasi der Grund ist.

00:28:17: Aber einfach dieses sich immer wieder begegnen und immer wieder sich sehen irgendwie... Dass das merke ich schon Sicherheit niederschlägt in dem wie ich bin, wie ich arbeite, wie mit den Leuten umgehe und daraus kann ich für mich eigentlich nur mehr wert ziehen.

00:28:40: Und das nimmt man halt auch immer wieder mit, also bei meiner nächsten Begegnung.

00:28:46: Das gestaltet die Atmosphäre eines Hauses.

00:28:49: Das ist einfach etwas ganz anderes als wenn das ... Na ja wie so Gastspielhäuser, Ja, dieses Unpersönliche.

00:28:58: Das ist beseelt?

00:29:00: Es ist einfach wirklich beseelte und ich finde es halt so.

00:29:02: ein Theater ist für mich so ein Riesen-Biotop wo es eigentlich Makro, Kosmos gleich Mik... also Mikrokosmos gleich Makrokosmus.

00:29:10: wir sind wie eine Kleinstadt finde ich immer Und das hat was Besonderes.

00:29:14: Also wenn ich reinkomme durch die Türe Ich als Spielerin jetzt zum Beispiel Dann gehe ich meistens über den Bühneingang rein, dann habe ich die Pferdner oder die Pförtnerin.

00:29:22: Wir begrüßen uns allein wie ich da begrüßt werde.

00:29:25: Alleine wenn ich denjenigen angucke weiß ich jetzt bin ich da und dann komme ich rein.

00:29:29: Dann begrüße mich sofort die Ankleiderin, die für mich zuständig ist.

00:29:34: Die weiß ... wir kennen uns so gut dass sie weiß bin ich schlecht drauf, bin ich gut darauf.

00:29:38: Ich erkenne es sofort!

00:29:40: Es gibt die erste Begrüßung.

00:29:43: Das hilft mir wiederum anzukommen.

00:29:45: Ich habe gleich Vorstellungen und muss mich konzentrieren.

00:29:47: Die wissen zum Beispiel ist das eine meiner Vorstellen wo ich Angst habe?

00:29:50: Ist es eine Vorstellung wo ich mich freue?

00:29:52: Dann gehe ich in meine Garderobe dann ziehe ich mich da an, dann begegne ich ihn dir zum Beispiel zufällig oder jemand vom KGB, dann gibt es da ein Gespräch.

00:30:00: All das sorgt ja dafür dass man weiß wo man ist und dass die Rädchen zusammenlaufen.

00:30:06: Und wenn es gut läuft ist es halt unsichtbar.

00:30:09: also es kommt immer nur raus wenn was scheiße funktioniert

00:30:12: Und macht aber ganz viel für die Atmosphäre, gestaltet den Ort.

00:30:16: Ja auch um professionell zu sein und gut zu sein.

00:30:20: Das alles bedeutet für mich, auch wenn ich euch schnell noch anrufe und sage, es ist jetzt gerade jemand gekommen der will unbedingt noch in die Vorstellung was mache ich?

00:30:28: Und ihr wisst, das ist Juliska, sie ist aufgeregt hat sich gerade gar nicht vorgestellt Aber ich erkenne sie ja ja wir haben noch etwas.

00:30:36: Das alle sorgt dafür dass ich dann... also ihr und ich und du Ich finde daraus entsteht Professionalität auch.

00:30:46: Wie man dann miteinander arbeitet, also in meinem Fall beeinträchtigt das extrem wie Spiel auf der Bühne tatsächlich

00:30:53: und hast du auch das Gefühl dass es für die Zuschauerinnen auch einen Wert hat eben an eure Auch wenn jetzt vieles online stattfindet aber eben an die Kasse zu kommen dort Gespräche zu führen und... Ich hoffe

00:31:06: doch sehr.

00:31:10: Ich kann natürlich jetzt nicht für den Zuschauer sprechen, aber schon ...

00:31:17: Weil ihr seid ja sozusagen der Erstkontakt dann um diesen Besuch auf sich zu nehmen also wie so eine, weiß ich nicht, das Schaufenster wo man dann eintritt oder so.

00:31:33: Ich finde, es ist schon eine besondere Position auch und die Vorstellung das abzuwickeln fühlt sich wirklich ganz komisch an.

00:31:43: Also dass es ausgerechnet das nicht mehr geben sollte.

00:31:50: Genau also jetzt vom Zuschauer.

00:31:53: wie gesagt ich finde zwar hier online statt aber man bekommt trotz allem auch immer wieder Anfragen nach dem Kauf.

00:32:01: oder es gibt auch ausreichend Gäste, die anrufen unsicher sind wie sie im Webshop kaufen und dann berät man.

00:32:07: Also ich kann jetzt keine Zahl nennen aber es gibt immer noch den Publikum-Kontakt.

00:32:13: Es gibt immernoch den Kontakt zum Publikumsuchen Und bei einigen Gästen ist das ja auch so dass man auch die ja schon seit Jahrzehnten kennt.

00:32:27: Da fällt mir auch, oder jetzt fange ich für mich gesprochen.

00:32:32: Es gab vor allem einen Gast der auch mir dann gezeigt hat dass auch ich sehr wohl darüber nachdenken kann inwiefern ich zwischen privat und beruflichen trenne weil ich das anfangs schon glaube ich einfach immer sehr versucht habe strikt zu trennen auch wenn jetzt im meinem ich schon mitbekommen hab dass Theater so ein Umfeld ist wo schwer es privat ist um beruflich zu trennien.

00:32:55: was wenn man hier vor Ort Und irgendwann quasi hat sich das auch bei der Publikumsseite so entwickelt.

00:33:01: Das geht jetzt nicht darum, dass ich mit jedem einzelnen Gast ein persönliches Verhältnis aufbauen kann und möchte – und es ist überhaupt nicht möglich!

00:33:08: Aber genau, der eine hat mir gezeigt, dass man diese Schwelle überschreiten kann und dass man sich da auch persönlich begegnen kann.

00:33:16: Dass man einen Du wechseln kann.

00:33:19: Der kam immer zu mir ins Büro, hat sie erst mal hingesetzt und dann haben wir uns erst einmal unterhalten über die Familie, was er geschaut hat.

00:33:27: Und ich hab quasi ... Die Familie in den einigen Jahren begleitet.

00:33:33: Ich hab die Tochter hier groß werden sehen und das sind halt auch so Erfahrungen, die mich natürlich prägen.

00:33:40: Dass ich halt gestern wirklich schon sehr lange kenne, dass wir auch im Austausch mit den Kollegen, dass man sich fragt, hast du mal wieder was von deren, der gehört?

00:33:47: Schon lange nicht gehört!

00:33:48: Also es gehört genauso dazu.

00:33:50: Das bedarf natürlich, dass Man irgendwie einen Kontakt gerät.

00:33:56: Daher kann ich das nur unterstützen, dass auch das Publikum immer wieder gerne den Kontakt sucht.

00:34:03: Auch wenn die Möglichkeiten im Webshop zu kaufen natürlich gut sind und dass es eigenständig ist ohne Frage.

00:34:11: Aber wir merken auch, dass doch mal mehr der Griff zum Telefon für beide Seiten ganz schön ist.

00:34:18: Wenn man mitbekommt ... Ach!

00:34:20: Das war ja schon mal schön mit jemandem zu sprechen.

00:34:22: Und doch rufen Sie doch an, wir sind da.

00:34:25: Persönliches Gespräch finde ich ... Ich find das auch ganz toll.

00:34:29: Da bin ich aber letztens ganz dollerein gefallen und zwar wollte ich was umtauschen.

00:34:34: Und dann gab's irgendwie so ein Ärger!

00:34:37: Und dann habe ich mit dem Chat irgendwas, was ich online gekauft habe.

00:34:43: Dann hab' ich mich so geärgert, hab' gedacht, dass lasse ich jetzt nicht auf mir sitzen... Und dann hab' immer hin- und hergeschrieben habe ich mich letztendlich durchsetzen können, habe ich gedacht.

00:34:54: Ja es ist einfach richtig gut wenn man mal mit einem Menschen spricht und dann kam so als Ende wie fanden sie unsere Chatbombe?

00:35:04: Das kann nicht wahr sein!

00:35:06: Ich dachte wirklich in dem Moment wie die Person das Ding geantwortet hat... Es ist ein Mensch!

00:35:12: Wahnsinn!

00:35:13: Du aber eine andere Frage und zwar Nach all den Jahren und nach all den Gesprächen mit unseren Zuschauern und Zuschauerinnen.

00:35:26: Hast du das Gefühl, du hast eine Expertise über dieses Haus?

00:35:29: Was funktioniert wie das Publikum funktioniert wenn du reingehst in eine Premiere?

00:35:35: Hast du für dich das Gefühl Du kannst schon

00:35:37: sagen

00:35:38: ob dieser Abend funktionieren wird an der Kasse?

00:35:47: Ich nage dazu zu sagen dass ich mir diese Expertise wer sie so gar nicht zuschreiben auch möchte, tatsächlich.

00:35:55: Ja okay aber spürst du trotzdem was?

00:35:58: Ja!

00:35:59: Aber natürlich... ja und nein.

00:36:08: Es gibt auch immer wieder in letzter Zeit Erfahrung wo man in die Premiere reingeht und sagt ok doch das kommt an dann kommt es bei der Kritik nicht an aber beim Publikum

00:36:17: macht das dann etwas.

00:36:19: also wie funktioniert es hier in der Stadt?

00:36:22: Ich hab ein Gefühl, aber ich weiß nicht, ob's richtig ist.

00:36:25: Wenn es eigentlich ankam in der Premiere und es wird dann runtergeschrieben?

00:36:29: Was bedeutet das?

00:36:31: Das kann man auch nicht so eins zu eins runterbrechen, finde ich ...

00:36:35: Das hat sich auch verändert, findet ihr nicht?

00:36:37: Früher, als ich schon mal in Berlin gearbeitet habe im Gorki, da hatte ich das Gefühl, den Leuten ist es wurscht, ob es schlecht geschrieben wurde oder nicht.

00:36:46: Jetzt hab ich das Gefühlswirt.

00:36:47: wichtiger, was geschrieben wird ums Schlechtes oder nicht

00:36:51: weiß ich jetzt auch nicht, aber ich kann es nur für mich beschreiben.

00:36:54: Ich bin ja schon immer in so einer Ein-zu-Ein-Situation, sprich die Gäste rufen an und kommen vorbei und in dem Augenblick findet halt der Austausch statt und da wird man gefragt und dann kann man eine Einschätzung geben, aber das ist dann für mich jetzt nur beschrieben, auch immer aus einer Intuition, aus dem Moment heraus.

00:37:10: Es ist ja nicht so ... dass ich tatsächlich in die Inszenierung reingehe.

00:37:18: Ich versuche gleich zu sehen, wie ... ich schau ja nicht fürs Publikum.

00:37:26: Oder ich schaue auch nicht aus einer Dramaturgie heraus, sondern als Sarah gehe ich rein in diese Inszenierung und schaute mir an.

00:37:34: Und dann kann ich im Gespräch weitergeben was ich gesehen habe oder wir beide als Jury Scherz bei uns unterhalten haben.

00:37:42: Davor hatte ich auch ein Gespräch mit einem anderen Kollegen, das hatte ich schon gesagt, daraus entwickelt sich etwas.

00:37:51: Deswegen bin ich jetzt gar nicht so geneigt, diese Frage wirklich zu beantworten.

00:37:54: Ob man inwiefern man deine Expertise hat

00:37:57: und wenn

00:37:58: wir uns aber auch nicht abschreiben also fragen anderen Kollegen da fallen mir auch einige ein die das auch viel mehr mit einer selbst gewissheit auf bestimmen zu sagen um für sich beschreiben können.

00:38:10: Aber so wie du das jetzt beschreibst, finde ich das ja ganz schön eigentlich.

00:38:13: Dass es aus einem persönlichen Gefühl kommt und dann redet man... Und daraus entsteht ein Gefühl!

00:38:19: Das Gefühl kann man ja weiter sagen und weitergeben.

00:38:21: Also da spreche ich jetzt wirklich für mich weil das halt eher mich denke ich beschreibt.

00:38:26: Wenn du etwas siehst was du persönlich ganz toll fandest und dann geht das aber sehr schleppen mit dem Verkauf legst du dann Zuschauer in diese Produktion auch noch mal ans Herz?

00:38:40: Hast du sozusagen noch mal so einen Urlaub sagst?

00:38:44: Und schauen Sie sich vielleicht das an.

00:38:46: Gerade wenn sie das jetzt schauen, dann kann ich Ihnen auch noch das empfehlen!

00:38:50: Na klar, aber man versucht ja schon im Gespräch rauszufinden wo das Interesse ist oder man kennt sich und kann ja auch sagen, schau dir das ruhig an.

00:39:02: Auch wenn es vermeintlich nicht gut besprochen oder er sich nicht gut verkauft... Genau also Wie gesagt, das kann man aber auch immer so zum Einzelfall beschreiben.

00:39:14: Es ist ja nicht so dass ich, also ich nahege weniger dazu dann wirklich den Leuten einfach in dem Wissen lass sich schlecht verkaufen, dass es jedem quasi über Spitze sagen anzudrehen.

00:39:25: Das ist nicht

00:39:27: mein... Ja!

00:39:27: Also das wäre

00:39:28: jetzt nicht so schwer.

00:39:29: Nein,

00:39:29: das verstehe ich auch.

00:39:30: Also genau, es ist, denke ich mal bei jenen Kollegen so, wenn man halt selber gesehen hat und überzeugt davon ist oder auch nicht so überzeugt ist.

00:39:40: Also man versucht es immer ein Gespräch mit dem Gast, um wir auszuhandeln.

00:39:44: Tauscht ihr euch eigentlich auch mit der Dramaturgie aus?

00:39:48: Dass ihr Infos habt bekommt, so intern noch mal?

00:39:53: Ja zu Beginn in der Spielzeit erzählen uns die Kolleginnen über die Primären und im zweiten Halbjahr ebenso.

00:40:00: Das ist sehr hilfreich genauso wie jetzt die Kollegin Lili Busch da war, um uns was über die Autorinnen Theater Tage zu erzählen.

00:40:08: Das ist auch dieser Austausch, das ist total wertvoll und auch hilfreich.

00:40:12: Genauso wie ich mit der Kollegin Viola Nowak im Gespräch bin über die junge DT, weil ich halt, wie gesagt, die Gruppenvorrangigkeit einbuche ... Und nicht merke, da ändert sich natürlich meine Herangehensweise irgendwie, wie ich so eine Buchung betrachte.

00:40:31: Und das ist nicht einfach nur so ein Buch, sondern auch schon gucken okay welche Informationen habe ich.

00:40:36: Inwiefern brauche ich noch weitere Informationen?

00:40:40: Wo muss sich die Kollegen vorher nochmal zur Rate ziehen?

00:40:45: Wo setzt sie vielleicht

00:40:46: auf hin?

00:40:47: Man versucht ja auch immer diesen Spagat.

00:40:48: man möchte eben nicht die Gruppen irgendwie ganz weit weg sitzen um sie sozusagen verbannen

00:40:54: zu können.

00:40:55: Was meinst du mit

00:40:56: den Gruppen ganz weit im zweiten Rang oder so.

00:40:58: Man ist ja auch schon bemüht, die Gruppen halt zuzusetzen, dass halt auch die Schülerinnen einfach eine gute Sicht auf der Sünde ein gutes Theatererlebnis haben und da ist ja dieser Spagat dann irgendwie rauszufinden.

00:41:12: was kommt von Lehrerinseite?

00:41:13: Wie ist es genauso wichtig wie bereiten ihre Schülerinnen davor?

00:41:17: gehen sie quasi ins Theater um ins Theater zu gehen oder ist das eingebunden in deren Unterricht?

00:41:24: Und das merken wir ja auch, und das merkt ihr bestimmt auch irgendwie in der Inszenierung wie unruhig oder ruhig die Schüler sind.

00:41:31: Es geht mir jetzt nicht darum dass alle Muxmoils ins Stee drinnen sitzen müssen aber ich glaube es ist schon spürbar wenn eine Schulklasse drin sitzt und eigentlich nicht weiß worum sie gebeten ist.

00:41:42: Ja das finde ich hier noch gar kein Schulstoff.

00:41:44: Ich habe gerade ganz viel damit zu tun mit Heimsuchung und ich finde dass Sie sehr gut vorbereitet sind.

00:41:51: ehrlich gesagt also

00:41:53: Überrascht, wie still die

00:41:54: sind und ich hab das Gefühl sie sind richtig gebrieft.

00:41:58: Wenn wir so richtig reine Schulklassenvorstellungen haben, so morgen zum Elf was einerseits für Heime suchen weil es wirklich ein schwerer deutscher Stoff ist, morgens um elf schon hart ist, glaube ich für alle die Spielenden und die guten

00:42:11: Kunden

00:42:13: habe ich auch so festgestellt interessant funktioniert Leichter, sag ich jetzt mal für alle.

00:42:19: Hab ich das Gefühl?

00:42:21: Also so meine Beobachtung.

00:42:22: Wenn wir abends spielen und es gemischt ist ... Ich sag jetzt mal der junge Körper als irgendwie so Vergleich oder als, ich weiß nicht, wo man sich akklimatisiert noch einen wachsenden Körper eher dabei hat.

00:42:35: Das hab' ich das Gefühle.

00:42:36: Wenn man nur so reine junge Menschen hat sieht man halt, ich habe dann ziemlich spät meinen zweiten Monolog in diesem Heimsuchungen als Schriftstellerin Und da gucke ich immer rein und dann merke ich, sie geben sich sehr viel Mühe.

00:42:48: Aber manchmal ist es einfach schon schwer, wenn links und rechts neben die, die schon ... auch so abkippen.

00:42:55: Wenn ganz viele junge Körper auf einen Haufen sind, ist sowieso immer ein bisschen Party- ...

00:43:00: aber die sind sehr still?

00:43:02: Also wirklich!

00:43:02: Ich bin überrascht.

00:43:03: Wahrscheinlich ist das Abiturstoff?

00:43:05: Ja.

00:43:06: Dann ist das wahrscheinlich auch Leistungskurs oder Deutsch-LK?

00:43:09: Ich weiß nicht, sie geben sich sehr viel Mühe und ich bin wirklich... Also kann man auch wirklich so weitergeben.

00:43:14: Ich finde das funktioniert extrem.

00:43:15: also so habe ich das noch nie erlebt.

00:43:16: Also in Stuttgart zum Beispiel hatte ich auch viele Schüler, das war immer ein grauen, die haben auch mittendrin angefangen zu Handy zu spielen oder zu trinken oder aufs Klo zu gehen raus und rein als wäre man nicht live!

00:43:28: So hat man das Gefühl Und das habe ich ja jetzt überhaupt nicht.

00:43:32: Ich hab Gefühle, sie sind wirklich geprieft, dass wir echte Menschen sind.

00:43:37: Genau, im Idealfall kommt auch da ist es ein Zusammenklang, ne?

00:43:40: Dass die Lehrerin quasi sich schon Gedanken machen in welche Inszenierung Sie mit Ihren Schülerinnen gehen also schauen ob das auch für die richtige Klassenstufe ist, gucken, dass sie's irgendwie entweder am Unterricht den Stoff behindert oder wenigstens vorher mal besprechen.

00:43:57: Wir wiederum sind bemüht, darauf zu achten oder hat auch die Hinweise zu geben.

00:44:02: Schauen Sie das ab der Klassenstufe, gucken sie jetzt bei der Inszenierung, die in den Themen sind gesetzt?

00:44:07: Es wäre wirklich gut wenn Sie die im Vorfeld besprechen.

00:44:09: und dann gibt es ja immer noch das theaterpädagogische Angebot was halt kostenfrei zu den Inszenierungen dazu angefragt werden kann wo die Kollegen sich auf wirklich viel Gedanken und Mühe machen Auch von Theaterseite aus hat einfach den Stoff an die Schülerin zu vermitteln, damit alle im Ende des Tages ein gutes Theater erleben haben.

00:44:32: Also so wird von den Zuschauern hin, dass sie mit einem Bewusstsein reingehen und dafür sind Lehrer wie auch wir von der Buchung bis zur Theaterpädagogin haben Anteil daran Und die Schülerinnen natürlich auch selber.

00:44:47: und halt auf der Bühne halt auch, also da muss es ja auch funktionieren.

00:44:54: Und im Medialfall hat man dann einfach eine gute Erinnerung.

00:45:00: Und kommt wieder!

00:45:01: Also deswegen, wie gesagt zu meiner... Ich kann mich in meiner Schulzeit jetzt nicht so wirklich prägend darin erinnern und bei mir bin ich halt ans Theater gekommen oder durch den Abenddienst und einfach durch dieses Dasein Und das Angebot halt nutzen können, als Mitarbeiter in Theater zu gehen.

00:45:23: Und gab es in dir jemals auch das Bedürfnis nochmal andere Seiten in diesem Theaterbetrieb kennenzulernen?

00:45:30: Oder hast du gedacht Besucher in Service, da bin ich genau am richtigen Ort und...

00:45:41: Andersrum, ich glaube, ich würde schon immer mal gern irgendwie mehr Mäuschen spielen.

00:45:46: Weil es gibt ja schon bestimmte...

00:45:47: Auf Proben zum Beispiel

00:45:48: oder?

00:45:48: Genau, es gibt da schon bestimmten... Oder andersrum, man fühlt sich ja schon manchmal so ein bisschen von diesem... Also man ist ja schon von diesem künstlerischen Prozess irgendwo abgetrennt und man isst ja eher auf der verwaltenden Seite.

00:46:07: Und daher würde ich schon manchmal gerne einfach wirklich, also wie es ist tatsächlich so ein Probenprozess.

00:46:15: Aber bist du schon mal in Proben reingegangen?

00:46:18: Genau!

00:46:18: Also es ist immer so man traut sich halt immer... Du bist aber jetzt

00:46:21: eingeladen bei mir wenn ich... Ich finde das voll schön.

00:46:25: Wir haben ja mittlerweile auch die Möglichkeit an den Konstruktionsproben zu nehmen oder es gibt dann auch die Arme und dergleichen... Du

00:46:34: kannst doch schon früher kommen

00:46:35: Genau.

00:46:36: Vielleicht komme ich mal drauf zurück, wenn ...

00:46:39: Auf die Probebühne?

00:46:40: Aber an sich ist es aber auch so dass natürlich während ihr probt sitzen wir halt im Büro oder in der Kasse und arbeiten.

00:46:48: also wir haben da nicht bedingt die Möglichkeit zu sagen Ich gehe jetzt mal weg weil das Telefon will ja besetzt sein und die E-Mail wird beantwortet werden.

00:46:58: Also daher sind auch die Möglichkeiten jetzt nicht so enorm.

00:47:03: Die Neugier bleibt.

00:47:04: Genauso wie ... Die Einladung

00:47:05: steht?

00:47:06: Ja,

00:47:06: ich

00:47:07: nehme die gerne an.

00:47:09: Genso wie das ja auch den Weg, den wir eben hergelaufen sind.

00:47:13: Ich glaube, ich war hier noch nie.

00:47:16: Jedenfalls nicht je oben.

00:47:18: Eine

00:47:18: Premiere sozusagen.

00:47:19: Dieser Raum war mir neu.

00:47:21: Auch das ist schön!

00:47:22: Man lernt immer wieder neue Wege, immer noch kennen.

00:47:25: Absolut.

00:47:27: Ich kannte auch dieses Treppenhaus nicht bevor uns ... Tausend Dank an den Ton.

00:47:34: Dieses kleine Studio hier eingerichtet hat, war ich natürlich auch nie hier und kennen diese Büros gar nicht.

00:47:41: Ich glaube auch an so einem Theater, wir beide sind jetzt drei Jahre hier, da gibt es noch ewig was zu entdecken.

00:47:46: Es ist ja wirklich ein großes Gebäude im Saar.

00:47:48: Also es gibt ja unterm Keller Möglichkeit und überall kann

00:47:51: ich diese Unterkelle um.

00:47:54: Ich habe mich am Anfang immer verlaufen wenn in der Kantine was holen wollte und hab im DT gespielt.

00:48:01: Und war schon im Kostüm, dann geh ich ja nicht über den Hof.

00:48:05: Da habe ich mich sehr oft verlaufen um diesen Weg von der Kantine ins DT zu finden.

00:48:09: Denn weiß ich gar nicht, wie ein Gesen du?

00:48:12: Unten

00:48:13: durch die Kellergewölbe!

00:48:14: Nee, den kenn' ich nicht, den müsst ihr mir zeigen.

00:48:15: Ach so, das

00:48:16: halte ich immer.

00:48:18: Jedes Mal wenn ich da lang gehe denke ich wirklich... Ich denke es jedes mal,

00:48:22: man müsste dann finde einen Tick.

00:48:24: Nee, ich denke immer, wenn mich jetzt einer

00:48:26: ersteht

00:48:28: Das kriegt keiner mit.

00:48:30: Wenn mich

00:48:30: jetzt hier

00:48:31: einer überfällt, das hört

00:48:33: keiner

00:48:34: und es kriegt keine Mit, dann liege ich hier blutend erstochen in der Ecke.

00:48:39: Bei jedem Essen was ich mir vor einer Vorstellung hole!

00:48:45: Doch wenn ein anderer Kollege mit Kostümen kommt und noch

00:48:48: scheint die Kontinuierung

00:48:51: zu sein... Ich habe noch nie jemanden

00:48:52: dort getroffen.

00:48:52: Also ich habe nur einen Geheimweg ist.

00:48:53: Nur du und Felix?

00:48:55: Also ich hab mal den Wert von Hühnersbekommen am Möge, immer die grünen Türen, möge man folgen.

00:49:01: Ah!

00:49:01: Den Grünen-Türen?

00:49:02: Die Grünentüren

00:49:03: weil das sind quasi so wie hier, das ist ein Notausgang aber wenn sie rot sind dann geht es da quasi kein... nicht raus, ausgeräumt.

00:49:10: Wenn's mal brennt immer grüne Tür.

00:49:12: Gut

00:49:13: zu wissen.

00:49:15: Nein bitte frag.

00:49:16: Ich weiß nicht ob du noch zu dem Thema möchtest, ich habe noch was Neues.

00:49:20: Ja ich hab auch etwas

00:49:21: Neues.

00:49:21: Nein frag du zuerst bitte.

00:49:22: Ich wollte fragen zwei Sachen eigentlich.

00:49:24: Du bist ja schon eine Weile hier.

00:49:27: Hat sich, haben sich die Zuschauer verändert?

00:49:32: Also für die Welt sich natürlich verändert ist er logisch und dann gleichzeitig noch die Schauspielenden auch.

00:49:41: Das in Bezug auf das, dass ich alle Zuschauern kenne und auch alle Schauspielerinnen.

00:49:49: haben sich Die Zuschauer verändert

00:49:52: In ihrem Benehmen, in ihrem Erwartung

00:49:55: oder in ihrem Auftreten.

00:49:57: Ja?

00:49:57: Auftreten finde ich auch gut!

00:49:58: Ich glaube...ich wurde

00:50:01: stiller geworden.

00:50:02: Ich würde eher nein sagen.

00:50:03: Also einfach eher davon ausgehen dass es schon immer diese Bandbreite gibt an Zuschauern.

00:50:09: Also einige die wirklich vielleicht eher ins Theater gehen aus Prästisch?

00:50:16: Genau, aus Prässtisch-Grunden oder wenn man halt ins Theater geht Einige aus einer Leidenschaft heraus.

00:50:24: Ich glaube, die Bandbreite ist einfach groß, und sie ist da.

00:50:29: Genauso wie das Zuschauen immer wieder gibt, die total versiert sind, indem Sie halt regelmäßig ins Theater gehen und wissen, wie die Abläufe sind.

00:50:40: Es auch immer wieder ergibt die Zuschauer... Wo man merkt, die sind unsicher.

00:50:46: Die ist Theater so groß und da ist vielleicht eine Hemmschwelle irgendwie da, die erst mal überwunden werden muss.

00:50:54: Das kriegt man dann manchmal einzeln in Gesprächen mit.

00:50:58: Da erinnere ich mich auch... Vor ein paar Monaten rief jemand an, klang am Telefon sehr jung.

00:51:04: Er war verabredet, hatte sein erstes Date und sich überlegt, halt mal mit der Person ins Theater zu gehen.

00:51:12: Und da merkte man auch im Gespräch, das war wirklich wieder so anruhend.

00:51:17: Weil der halt aus einer Unsicherheit, wo er jetzt im Webshop Karten kauft und wo man merkt wie schön auch das mal wieder mitzubekommen.

00:51:28: Theater

00:51:29: für ein Flirt?

00:51:29: Das ist ja...

00:51:30: Da könnte ich gleich noch eine Geschichte erzählen.

00:51:34: Jemand hat sich selber diese Herausforderung stellt ins Theater zu gehen Und natürlich habe ich das sehr gefreut, als er angerufen hat und man dann so ein Versprecher versucht hat es bestmöglich herauszufinden.

00:51:50: Das hab' ich auch gleich mit Kollegen geteilt weil das einfach so ein schöner Moment war wo man sagt ach wie toll ärgerlich war und wir haben wirklich alle an diese Person gedacht als die Vorstellung ausgefallen ist.

00:52:02: Nein!

00:52:02: Es kann doch nicht sein... Wir hatten aber eine Änderungsvorstellung also wir konnten an dem Tag was anderes spielen was ja auch nicht immer möglich ist Und ich meine, ich habe vorher geguckt.

00:52:13: Ich hab mich sehr gefreut, aber trotzdem mit seinem Data.

00:52:17: Hoffentlich ist es gut gegangen!

00:52:19: Darüber

00:52:19: weiß man natürlich nichts.

00:52:20: Also deswegen... also die Bahnbreite ist halt da und das kann ich jetzt auch von dem beschreiben wie sich das verändert hat.

00:52:31: Man verändert Sicherheit auch.

00:52:33: Wie gesagt, ich bin schon lange hier und ich hab auch das Glück, hat einfach einige Gäste schon lange zu kennen.

00:52:39: Und da freut man sich halt immer wieder, wenn ich denke, ich weiß noch wie ich im Abenddienst gestanden habe und wir unser erstes Gespräch mal Packard rechts an der Galerobe hatten.

00:52:47: Und jetzt nach über zwanzig Jahren stehen wir wieder hier und man freut sich einfach, man erkennt sich um... Man kauft die Karten nochmal so ein kurzer Schnack und dann ist schön!

00:52:57: Ich hab ja auch mit den Fördervereinen vom Deutschen Theater zu tun Und da sind ja auch vorrangig oder viele Zuschauer drin, die sich auch sehr dem Haus verbunden fühlen und sich da auch sehr stark einbringen.

00:53:10: Auch da kennt man sich halt einfach lange.

00:53:13: Was hast du mit dem Förderverein zu tun?

00:53:17: Also organisatorischer Art oder bist du selber auch im Fördererein?

00:53:21: Nee das nicht!

00:53:23: Ich habe vom Besucherservice-Seite aus mit den Förder Vereinen zu tun.

00:53:27: Ich hab aber auch noch, ich habe ja eine Dreiviertelstelle im Service oder im deutschen Theater und hab jetzt noch einen Mini-Job quasi beim Förderverein wo ich halt eher für die Mitgliederkommunikation zuständig bin.

00:53:44: Genau!

00:53:44: Wie groß ist dieser Förderfeind

00:53:46: eigentlich?

00:53:47: Der hat jetzt so um die rund fünfhundert Mitglieder besteht ja auch schon seit nineteen dreien neunzig hat er aber auch ein bisschen damit zu kämpfen dass auch zum Couture-Förderverein mit schwankenden Mitgliederzahlen zu kämpfen.

00:54:07: Einige sind schon sehr lange drin, treten aus Ausreitergrund.

00:54:11: Dann muss man wieder neu heran führen fürs Theaterinteressieren oder für so eine Institution wie ein Verein einfach vertraut machen?

00:54:24: Gibt es junge Menschen, die sich dazu entschließen in den Fördervereinen einzugehen?

00:54:29: Weil man sich ja immer fragt, was ist jetzt mit dieser Generation die nachkommt?

00:54:33: Oder man so allgemein eine Bedrohung des Theaters empfindet im Gegensatz auch zu den anderen Medien.

00:54:39: Aber da gibt es junge Menschen, die sagen ich gehe da jetzt rein und ich unterstütze aktiv mein Lieblingstheater.

00:54:46: Genau, da ist auch die Bandbreite halt wieder groß.

00:54:50: Es gibt das DT-Jungen Sternchen, der mittlerweile ab dreizehn plus ... alle Menschen ansprechen.

00:55:01: Es gibt den Jugendbeirat, dann wiederum jetzt beim Förderverein gibt es auch den jungen Freundeskreis wo halt der Mitgliedsbeitrag ein Jahr pro Lebensjahr nur beträgt bis einschließlich von thirty-fünf Jahren.

00:55:16: Danach zahlt man halt hundertzwanzig Euro als einzelne Mitglieder für einen Jahr.

00:55:22: Also auch da gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich mit dem Haus zu connecten heranzukommen.

00:55:28: Da sind ja auch die Unterschiede groß.

00:55:30: Einige wollen halt spielerisch wirksam sein und einige wollen mehr hinter die Kulissen blicken.

00:55:35: Andere wollen einfach mit Gleichgesinnten ins Theater gehen also aus derselben Altersgruppe und schließen sich daher entweder auch da den jungen Freundeskreis einzutreten oder jetzt wiederum direkt an der Theaterseiter bei DT Jung Sternchen.

00:55:49: Die haben ja auch verschiedene Spielklubformate Oder man fängt da halt im Abenddienst an.

00:55:57: Also auch da ist ja die Bandbreite groß, irgendwie ans Theater heranzukommen?

00:56:02: Jetzt hätte ich noch eine abschließende Frage und eine Frage vom Anfang, die wir nicht gestellt haben.

00:56:10: Die muss sich jetzt kurz stellen damit wir ein bisschen unsere Struktur bei behalten.

00:56:19: Du schießt los.

00:56:19: Jules Kaffert dreht die Augen!

00:56:21: Das tue ich nicht.

00:56:24: Wir normalerweise holen wir ja immer was aus der Kantine und dann fragen

00:56:28: wir

00:56:29: unsere Gäste, was sie sich mitgebracht haben.

00:56:32: Und ob Sie da auf den gehen?

00:56:33: Du wolltest heute nichts!

00:56:34: Du hast das ausgeschlagen, du hast hier eine tolle Tasse wo ein Leitungswasser glaube ich drin war.

00:56:38: Good Wipes Only sehr schön.

00:56:40: Vor allem... Och wie schön, das ist dein Sohn.

00:56:47: Genau.

00:56:48: Unsere Söhne waren zusammen im Kindergarten.

00:56:50: Ja so ist er nicht.

00:56:51: Die sind ja gleich alt.

00:56:53: Darüber haben wir jetzt gar nicht geredet Leute.

00:56:56: Ja

00:56:56: gut

00:56:59: Aber dann frage ich dich jetzt trotzdem noch mal, weil wir Kantingespräche heißen.

00:57:03: Gehst du oft in die Kantine?

00:57:05: Ja!

00:57:07: Gehst Du immer Essen in der Kantine oder ja?

00:57:10: Also es sind wirklich eher die Ausnahme, dass ich nicht in der Kantine esse.

00:57:18: Ich Ahr einfach, weil ich mir nicht die Zeit nehme zu kochen für Zuhause und das mitzunehmen

00:57:25: Und sitzt du dann immer sozusagen mit deinen Leuten oder mischt dich?

00:57:31: Mit den anderen Abteilungen, Gewerken.

00:57:33: Also eher Letzteres allein, weil wir uns ja auch in der Abteilung immer absprechen müssen.

00:57:38: Wer jetzt geht?

00:57:39: Wir können schlecht als ganze Abteilungszeit gehen.

00:57:42: Weil wer hat einfach vor Ort sein müssen muss!

00:57:45: Genau, ganz multi-gängig liegt.

00:57:49: Aber hat es den Vorteil wiederum dass man sich dann mit anderen Kolleginnen aus dem Haus verabredet?

00:57:58: Eigentlich versucht er nicht über die Arbeit zu reden.

00:58:02: Ach so... Das hat bei uns eine

00:58:04: Pause gemacht.

00:58:05: Wir reden immer nur über die Arbeit, wir kennen

00:58:07: uns privat geattet.

00:58:10: Aber es gibt ja auch genügend andere Möglichkeiten.

00:58:15: Trotzdem über Arbeiterien.

00:58:16: also bei anderen Begegnungen, die man hatte.

00:58:18: deswegen muss es ja nicht unbedingt in der Kantine sein und dann gibt's ja auch oft noch die Treffen halt nach den... Nach dem Dienst.

00:58:29: Hast du ... Habt ihr relativ normale Arbeitszeiten?

00:58:33: Ist es gut, die Vereinbarkeit vom Ticket-Service und zum Beispiel Privatlebenfamilie und so?

00:58:39: Habt Ihr anständige Arbeitszeite?

00:58:42: Ich glaube so richtig familienfreundlich in dem Sinne sind sie nicht weil die Öffnungszeiten elf bis acht zehn drei ist das.

00:58:50: Das heißt genau bis halb sieben, und dann wär ich halt auch immer erst dann halb acht zu Hause, wenn ich's so lange

00:58:58: arbeite.

00:59:00: Wo man ja schon die Armbrotzeiten und dergleichen dann schon eher verpasst hat ...

00:59:06: Kann man noch ins Bett bringen?

00:59:07: Genau!

00:59:10: Ja und nein...

00:59:12: Also es ist ein bisschen so verschoben.

00:59:13: Es wäre familienfreundlicher zum Beispiel neun bis siebzehn Uhr zur Arbeit oder acht bis sechzehn.

00:59:20: Und dann ist ja schon auch so allein Ich versuche, da die Waage zu halten.

00:59:27: Weil ich auch gerne ins Theater gehe, sprich abends oder wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass ich länger arbeite und man danach mit den Kollegen sich noch auf der Terrasse oder auf dem Vorplatz trifft.

00:59:43: Und ich das ja auch da sehr zu schätzen weiß, wenn es dann doch immer wieder so Abende gibt wo man einfach an einem bunten Tisch sitzt Dann kommen da die Kollegen aus der Produktion, aus dem Gewerk.

00:59:58: Und das sind ja auch diese Begegnungen halt ... Die mich halt einfach so stärken, indem ich hier bin und wie ich mich hier wohlfühle auch.

01:00:12: Sind es genau dass diese nicht geplanten immer in diesem Moment heraus Begegenung wo man sich sieht, sich austauscht?

01:00:20: und einfach auch immer ein bisschen mehr entfernt, über die Person oder das was sie tut.

01:00:27: Das finde ich ja dann immer wieder das Schöne wenn mein Dach immer wieder spürbar ist dass es halt einfach was du vorhin auch schon gesagt hast der Theater betrieb.

01:00:35: das ist wie so eine große Machinerie und jeder hat hier seinen Anteil zu tragen und im besten Fall wirkt alles zusammen und dann läuft es rund geht ein Herr mit dem Bewusstsein, dass wir alle in unserer Projession und was wie wir uns hier einbringen hat.

01:00:53: Uns dafür einbringen das ihr Theater stattfindet auf der Bühne, das nachher rausgetragen wird.

01:01:01: So schön

01:01:02: kann man es nicht

01:01:02: sein.

01:01:03: Das ist ein wunderbares Schloß vor heute.

01:01:04: Ich glaube ich stelle da gar nicht mehr die letzte Frage weil das so schön ist.

01:01:08: Wollen wir trotzdem dieses allerletzte Kärtchen ziehen?

01:01:10: Genau!

01:01:11: Hier gibt's einen Kärtch zu ziehen.

01:01:13: Die Juliska hat fünf Millionen Fragen aufgeschrieben.

01:01:15: Hier reicht

01:01:15: ein bisschen die

01:01:17: Änderung der

01:01:18: Intendanz

01:01:19: von immer habe ich

01:01:20: Frage, aber du darfst, du musst jetzt ziehen und wenn es ... Du kannst natürlich auch eine Frage ablehnen da musst du noch mal eine ziehen.

01:01:27: Verstehe.

01:01:28: Eine letzte

01:01:29: Frage.

01:01:30: Guck mal hier sind so viele Haufen hier das ist ein bisschen grob.

01:01:33: So, ich muss lesen?

01:01:35: Ja bitte,

01:01:36: ja ich hab meine Brille nicht bei.

01:01:37: Die

01:01:38: Juliskar kann selber nicht lesen.

01:01:40: Ich kann dich traue auch

01:01:41: ne Brille.

01:01:42: Warte mal!

01:01:45: Wozu hat man Kollegen?

01:01:46: Was bedeuten die Kollegen oder Kolleginnen,

01:01:50: genau.

01:01:51: Das ist ja genau die richtige Frage aber ich hoffe dass sie da eine ein oder andere Stelle schon beantwortet haben weil auch nur mit diesen Kolleginnen hier an diesem Haus Ich mich ja auch so wohl fühle wie ich mich wohlfühle.

01:02:09: also auch das führt halt wieder auf die Begegnungen zurück die ich ja auch schon erwähnt habe Und auch das Glück, wenn ich jetzt an meiner Abteilung denke.

01:02:20: Wir sind schon ein bisschen wild zu seinem gewürfelte Haufen für dich behaupten.

01:02:25: Ich glaube die wenigsten von uns hatten das Ziel hier im Theater zu arbeiten aber haben alle den Weg hierher gefunden und es macht halt Spaß!

01:02:38: Man geht halt gerne auf Arbeit tatsächlich Mit allem für und wieder.

01:02:42: Ich würde es ja jetzt nicht total glorifizieren, also natürlich gibt's auch mal schlechte Tage... ich hab mal schlechte Tage!

01:02:47: Auch ich kann mich immer super abliefern, das würde ich überhaupt nicht behaupten.

01:02:52: Aber im Idealfall ist es wirklich eine gute Stimmung hat man in der Abteilung halt einfach ein gutes Miteinander was auch immer wieder gestaltet werden muss sich immer wieder entwickelt.

01:03:05: aber auch Auch gestern habe ich mit den Kollegen noch kurz nach der Arbeit da gesessen und hat man nochmal kurz sich ausgetauscht und sich gefreut.

01:03:13: Und genauso wie ich jetzt für mich in den Jahren festgestellt hab, dass es dann aus der eine Abteilung heraus in die andere Abteilungen halt auch rübergeschwappt ist, das man da einfach aufgrund der Arbeitsebene zu Begegnungen haben.

01:03:31: wo man sich austauschen musste bis halt.

01:03:33: einfach nur, dass man halt immer mal wieder sich in verschiedenen Kontexten sei es bei einer Premiere, sei es einfach bei der Mittagspause oder hinten auf der Terrasse.

01:03:44: Sich begegnet ist und sich irgendwie connecte hat und da irgendwie Verbindungen entstanden sind.

01:03:49: Und da fällt mir doch noch kurz ein als ich hier im Abenddienst angefangen habe Ich werde bestimmte Kollegen nicht vergessen aus der Technik wie die mir einfach das Gefühl gegeben haben, dass ich hier dazugehöre.

01:04:00: Einfach durch die Art und Weise, wie sie mich begrüßt haben?

01:04:04: Einfach nur ein freundliches Hallo!

01:04:06: Aber wo ich das geführte, sehen Sie mich irgendwie... Und mit diesem Hallo begrüßen Sie mich als Kollegin.

01:04:15: Das hat auch viel dazu beigetragen, dass man halt irgendwie angekommen ist, dass immer wieder Kollegen gab, die auf einen zugegangen sind Und da kann ich noch hoffen, dass ich es dann gleicherweise halt auch irgendwie weitergeben kann.

01:04:29: Oder wie ich heute auch morgen mich erst mal mit zwei Kollegen getroffen habe auf den Café und dann schnackt man zusammen und freut sich und wünscht sich einfach einen guten Start in die Woche und dann geht jeder seine Arbeit nach!

01:04:43: Also das ist einfach so.

01:04:44: vielfältigen Wegen gibt's immer diese Begegnung und deswegen...

01:04:50: Toll.

01:04:51: Das

01:04:51: ist doch nirgendwo

01:04:52: geworden, ganz toll!

01:04:53: Und ich kann nur... Ich muss hier das Xylophonium bestätigen, dass du das auf jeden Fall zurückgibst und ich danke dir sehr, dass Du bei uns warst für dieses schöne Gespräch.

01:05:05: Ein wunderschönes Gespräch!

01:05:06: Wunderschöne

01:05:07: Gespräch,

01:05:07: vielen Dank euch!

01:05:08: Ich mache heute den Abschlussschirm hier mit diesem Xylophone.

01:05:10: Ich habe es noch nicht

01:05:23: gemacht.

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